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News / CSR und Social Media – ein perfektes Paar für mehr Reputation
Martina Hoffhaus
17.02.2012   News
CSR und Social Media – ein perfektes Paar für mehr Reputation
 
Eignen sich Blogs, Foren und Plattformen wir Facebook und Twitter dazu, das gesellschaftliche Engagement und Nachhaltigkeitsaktivitäten transparent zu machen?
Die Antwort lautet eindeutig ja! Neben den traditionellen Kanälen wie offline Pressearbeit oder gedruckten Nachhaltigkeitsberichten, bietet Social Media geradezu einen idealen Nährboden für die Verbreitung und Umsetzung des CSR- oder Nachhaltigkeitskonzeptes. 

Das Web 2.0 lädt ein zu Interaktion, ist multimedial und dialogorientiert. Das passt zur  Kommunikation von gesellschaftlicher Verantwortung, die über die klassische Push- und Kontrollkommunikation hinausgehen muss, wenn sie glaubwürdig und transparent sein will. Damit eignet sich das "Mitmach-Web" perfekt dafür, um mit den Stakeholdern in Kontakt zu treten. Corporate Social Responsibility (CSR) oder Nachhaltigkeitsaktivitäten sind demnach im Social Web besonders gut aufgehoben.

Grund genug, Social Media für die Nachhaltigkeitskommunikation intensiv einzusetzen? Deutsche Unternehmen nutzen ihr Social-Media-Potenzial für die Kommunikation ihres gesellschaftlichen Engagements aber nicht, wie neuste Studien bezeugen. Die Copenhagen Business School, die kürzlich ihre Ergebnisse auf der ersten internationalen Konferenz für CSR Kommunikation in Amsterdam vorstellte, nennt die Gründe: Unkenntnis des Mediums, Skeptizismus, mangelnde Erfahrung im Umgang mit neuen Medien, fehlende Richtlinien, Strategien und Phantasie für spannende Themen. Ebenso sind geeignete Strukturen und Prozesse sowie Kapazitäten Mangelware. Die technischen Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft.

Unter den 50 befragten weltweit führenden Unternehmen im Nachhaltigkeitsindex haben sich bei den wenigen, die die neuen Medien nutzen, Twitter und YouTube als Kanal etabliert. Wer hätte gedacht, dass Facebook und die Welt der Blogger außen vor bleiben? Aber zumindest wird das Potential gesehen. Konkret heißt das: Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht oder zu CSR-Aktivitäten finden Anspruchsgruppen bisher eher nur online auf der Konzernseite. Die Chance, mit Stakeholdern in den Dialog zu treten, bleibt ungenutzt.

Zwar ist Social Media nur ein Kanal von vielen, um über CSR Handlungsfelder (Key Performance Indikatoren, KPIs) zu sprechen. Unternehmen sollten die besondere Kraft dieses Mediums aber nicht unterschätzen. Die Unternehmen, die über das Internet kommunizieren, bekommen von ihren Kunden, Mitarbeitern und Kritikern wertvolles Feedback zu Produkten und Prozessen.

Für Organisationen liefert diese Pull-Kommunikation wichtige Rückmeldungen für die eigene wirtschaftliche Zukunft, die den Erfolg von CSR- oder Nachhaltigkeitsaktivitäten bestimmen. Die Anspruchsgruppen belohnen die Offenheit und Kritikfähigkeit im Netz mit Vertrauen, Kundentreue und guten Reputations- Image- und Markenwerten für das Unternehmen.

Von
Martina Hoffhaus

Martina Hoffhaus ist Inhaberin von messagepool - einem Beratungsunternehmen für Nachhaltigkeitskommunikation in Frankfurt. Zugleich leitet sie den Arbeitskreis CSR-Kommunikation der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG).


 

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