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News / Hoffnung auf Wandel in „Hopenhagen“
26.06.2009   News
Hoffnung auf Wandel in „Hopenhagen“
 

Es ist mal wieder eine neue Website online. www.hopenhagen.org heißt sie. Und mal wieder ist es die Ausgangsplattform für eine so genannte Initiative.

„What gives you hope for a better planet?“ wird der Besucher gefragt. Und bis gestern, 10.59 Uhr, wurden dort 3.038 „Messages of Hope“ registriert. „My son“, „technology“, „my little cousin“, „sonyericssson“ lauten unter anderen die Antworten.

Die Internetseite ist Teil der am Mittwoch offiziell gestarteten Kampagne „Hopenhagen“ der Vereinten Nationen. Umgesetzt wird sie in Kooperation mit der International Advertising Association (IAA) und einem Zusammenschluss von Werbe-, Marketing- und PR-Agenturen. Mit der Kampagne/Initiative fordert die UNO die Menschen auf, „sich für die im Dezember stattfindende UN-Klimawandel-Konferenz (COP15) zu engagieren“.

In Kopenhagen werden sich vom 7. bis 18. Dezember Vertreter von 192 Staaten zusammensetzen. Sie soll ein Nachfolge-Abkommen für das Kyoto-Protokoll beschließen. Doch die Chancen für notwendige, weit reichende Beschlüsse zum Klimaschutz stehen derzeit schlecht.

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels ist „Hopenhagen“ ein zu freundlicher Kampagnentitel. Hoffnung lässt Optimismus ohne Tatendrang zu, enttäuschte Hoffnungen können in Resignation münden. Und nicht mal vor der eigenen Haustür, wo Umwelt- und damit Klimaschutz anfängt, finden sich Anlässe, die der Hoffnung auf ein ambitioniertes Klimaabkommen Nahrung geben. Im Gegenteil: Der Zustand des Atomlagers Asse und das Hickhack um das gescheiterte CCS-Gesetz sind dieser Tage gute Gründe für Pessimismus. Einzig die 3.120 Hoffnungsträger, die die Website anderthalb Stunden später verzeichnete, machen vielleicht ein bisschen Mut. (fo)
 

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