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News / Deklaration zu CSR-Kommunikation in Madrid verabschiedet
Martina Hoffhaus
28.10.2011   News
Deklaration zu CSR-Kommunikation in Madrid verabschiedet
 
Mit der 1. Europäischen Konferenz zu CSR-Kommunikation, die gerade zu Ende ging, hat der Initiator Dircom dieser neuen Disziplin, die bisher in Praxis und Wissenschaft wenig Beachtung fand, zu einer gebührenden öffentlichen Aufmerksamkeit in ganz Europa verholfen. Der spanische Kommunikationsverband vereinte Rang und Namen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR):
Vertreter aus Politik, Wissenschaft und von Nichtregierungsorganisationen diskutierten mit Experten für Nachhaltigkeitskommunikation. Entstanden ist ein Nukleus eines europäischen Netzwerks von CSR-Kommunikatoren, die zukünftig in unterschiedlichen Städten zusammenkommen – mit einem Ziel, die Professionalisierung dieser Disziplin voranzutreiben.
Madrid gab einen guten Überblick über die aktuelle Situation von CSR-Kommunikation in den jeweiligen europäischen Ländern. Die Konferenz, die die renommierteste Business School Spaniens ausrichtete, mündete in der europäischen Deklaration zu CSR-Kommunikation. Damit sind erstmals Leitlinien für CSR-Kommunikationsexperten festelegt. Kein Zweifel: Diese Erklärung ist ein wichtiges internationales Zeichen für alle Kommunikationsprofis, die beruflich mit CSR zu tun haben und Verantwortung selbst ernst nehmen. Für mich ist sie eine erste Diskussionsgrundlage, an der jetzt jedes Land weiter feilen sollte.
Kernelement der Erklärung ist, dass die Kommunikation über soziale und ökologische Inhalte nur dann glaubwürdig und transparent sein kann, wenn sie strategisch verankert ist und auf die Unternehmenswerte einzahlt. Kurz gefasst: Worte müssen Taten folgen und Worte, die auf Taten folgen, sollten das tatsächliche Verhalten der Unternehmen widerspiegeln. Auch geht die Deklaration auf die bedeutende Rolle der Kommunikation innerhalb des CSR-Managements ein. Kein anderer Managementbereich im Unternehmen sei so eng mit CSR verbunden wie die Kommunikation.
In meinem Vortrag über die „7 Todsünden der CSR Kommunikation“ argumentiere ich, dass CSR-Kommunikatoren die Aufgabe haben, über den Austausch mit Stakeholdern Glaubwürdigkeit und Transparenz herzustellen. Sie wachen über die Einhaltung der CSR-Strategie, stoßen interne Veränderungsprozesse an. Ich sehe den Kommunikationsmanager deshalb nicht nur in der Rolle eines originären Reputationsmanagers und kommunikativen Erfüllungsgehilfen einer Geschäftsführung, sondern als „Innovationsmanager“ und „Change Agent“, der mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet werden sollte.
Ergebnisse unter: csrcongress.dircom.org

Martina Hoffhaus ist Inhaberin von messagepool – einem Beratungsunternehmen für Nachhaltigkeitskommunikation in Frankfurt. Zugleich leitet sie den Arbeitskreis CSR-Kommunikation der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG).

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