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News / Mittelstand und Marken ab ins Netz!
Nadja Amireh und Anja Beckmann
27.10.2011   News
Mittelstand und Marken ab ins Netz!
 
Immer häufiger zeigen mittelständische Unternehmen durch pfiffige PR-Aktionen, wie man Marken – ohne großes Budget – gewinnbringend platziert. Ein Erfolgsrezept: Die Marke mit der Persönlichkeit des Inhabers verbinden. Wenn diese so charismatisch ist wie die der Safttante oder des Fleischers in den folgenden Beispielen, ist der Erfolg programmiert.<br/> Der Workshop „Online-Kommunikation im Mittelstand“ auf dem diesjährigen Kommunikationskongress trug den Untertitel „Aus Kunden werden Friends und Follower“. Bei Kirstin Walther, Geschäftsführerin der Kelterei Walther, läuft es genau anders herum: Aus vielen Friends und Followern sind Kunden geworden. Seit 2004 führt Walther das Unternehmen, der Umsatz stieg in dieser Zeit auf drei Millionen Euro. Unter anderem geht die Chefin online neue Wege. Sie fing 2006 an zu bloggen, erzählte offen und humorvoll aus ihrem Leben. Misserfolge inklusive. Das kam an: Inzwischen ist das „Saftblog“ ein erfolgreiches Corporate Blog und hat Tausende von Zugriffen. Der Online-Shop „Saftladen“ ist nur einen Klick weiter. Auch bei Facebook und Twitter hat die Safttante Tausende Fans und Follower. Meist geht es in ihren Beiträgen gar nicht um Saft, dennoch empfehlen viele Leute die Produkte weiter. Walther hat die Erfahrung gemacht, dass die Leute Positives öffentlich diskutieren und Negatives an sie persönlich senden, weil sie ihr vertrauten. <br/> Fleischskandale und rückläufige Kundenzahlen – damit hatte Fleischer Ludger Freese zu kämpfen. Der Chef von 20 Mitarbeitern musste neue Wege gehen. 2000 richtete er eine Internetseite ein. Inzwischen hat Fleischer Freese zwei Blogs. Auf „Essen kommen!“ hat er seit 2007 mehr als 850.000 Besucher mit 1,7 Millionen Seitenaufrufen. Sein neuester Clou ist das Blog „World Wide Wurst“. Freese ist ebenso bei Facebook und Twitter aktiv und erstellt Kurzfilme. In denen geht es auch mal darum, auf welche Arten man eine Bierflasche öffnen kann. <br/> Seine Online-Kommunikation bringt Freese neue Kunden und inspiriert ihn zu neuen Geschäftsfeldern. Medien berichten über ihn, er hält Vorträge und über sein Blog findet er Mitarbeiter und Tester für neue Produkte. Freese ist sicher: Im Netz geht es um Offenheit, Respekt und Humor. Werbung lehnt er ab, doch aufzufallen ist ihm wichtig. <br/>
 

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