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News / Spießrutenlaufen im Lennebergwald
19.05.2009   News
Spießrutenlaufen im Lennebergwald
 

Schloss Waldthausen in Budenheim bei Mainz ist ein geschichtsträchtiger Ort für die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG). Hier wurde vor vier Jahren Ulrich Nies zum Präsidenten gekürt. Eben jener Nies sucht jetzt, in Vorbereitung auf die dort am 27. Juni stattfindende Mitgliederversammlung, die interne Kritik zu entschärfen und hat die Leiterin der Geschäftsstelle, Antje Kolbusa, durch seinen langjährigen Vertrauten Michael Kalthoff-Mahnke ersetzt.

Der ehemalige Inkomm-Funktionär (der Verband fusionierte mit der DPRG) ist gut in der Organisation vernetzt und gilt als Experte für interne Kommunikation. Und die hat die DPRG offenbar nötiger als alles andere. Kolbusa hat in den Augen vieler Mitglieder ein desaströses Jubiläumsjahr hingelegt, in dem der 50 Jahre jung gewordene Verband öffentlich praktisch nicht stattfand. Allerdings verhungerte die 40-Jährige dabei oft am langen Arm des Bundesvorstandes oder scheiterte an den kurzen Nerven mancher Landesgruppenleute.

Wer die Sitzung im Lennebergwald am linken Rheinufer leiten wird, ist noch unklar – aber es dürfte turbulent werden. Beispielsweise wollen die Berliner DPRGler in hoher Zahl im abgelegenen Idyll auflaufen. „Wir werden früh aufstehen“, verlautet aus der genervten Landesgruppe, die brennende Fragen an die Verbandsspitze hat:  Wie sehen die Verträge mit der ehemaligen Geschäftsstellenleiterin Rosi Büschel aus? Warum zahlt die DPRG für die Postille „kommunikationsmanager“, mit der sich vor allem das F.A.Z.-Institut auf Hochglanzpapier inszeniert? Wird Kalthoff-Mahnke, dessen berufliches Zentrum in Dortmund liegt, als „Di/Mi/Do-Geschäftsführer“ in Berlin der DPRG eine Stimme geben können?

Bis zum 30. Mai müssen die Anträge zur MV gestellt sein. Für einen Antrag dürfte die Uhr, nach einer späten MV-Einladung, abgelaufen sein: Neuwahl des Bundesvorstandes. Falls das jemand gewollt hätte...  (sv)

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