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News / Agrarkommunikation: zum Beispiel das Ei
24.04.2009   News
Agrarkommunikation: zum Beispiel das Ei
 

Das Informationsbüro Deutsches Ei feiert – nach dem Aus der Centralen Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) im Februar – nun, kurz nach Ostern, seine Wiederauferstehung. Nicht mehr die CMA trägt das Infobüro, sondern der Bundesverband Deutsches Ei (BDE) in Berlin.

Dessen Geschäftsführer Bernd Diekmann zeigt sich erfreut darüber, dass die Kommunikationsarbeit des Büros „erst einmal in begrenztem Umfang“ fortgesetzt werden könne. Finanzierung und Ausrichtung einer langfristigen Kommunikationsarbeit könnten jetzt ohne Zeitdruck verbandsintern beraten werden. Mit einer großen Kampagne ist derzeit nicht zu rechnen, eher mit bescheidener, aber kontinuierlicher Medienarbeit. Das Informationsbüro Deutsches Ei wird weiter – beziehungsweise wieder – von der Kölner Jeschenko Medienagentur betreut.
Ob das Beispiel Ei Schule macht und einzelne Verbände sich der Absatzförderung landwirtschaftlicher Produkte annehmen, ist derzeit noch offen. Der Verband Deutscher Mühlen (VDM) äußerte sich jüngst in diese Richtung: Öffentlichkeitsarbeit und Marketing für Getreideprodukte könnten künftig in Eigenregie gemacht werden. Eine weitere Option ist die Regionalisierung von Agrar-PR. So erhöhte das Land Thüringen seinen Anteil an Projekten wie dem „Thüringer Spargeltag“ oder den „Thüringer Ökolandbautagen“.
Bei der Exportförderung deutet sich eine Lösung unter Beteiligung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und einzelner Unternehmen aus den Bereichen Fleisch, Gemüse, Obst und Süßwaren an. Die geplante Organisation „German Food“ soll unter anderem die deutsche Beteiligung an internationalen Messen sicherstellen. Allerdings umfasst „German Food“ nicht die gesamte Palette agrarischer Produktion. Einzelne Bereiche wie die Milchwirtschaft, so ist zu hören, sperrten sich gegen eine Beteiligung. (fb)

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