Please wait...
News / Brief und Siegel
Klaus Merten öffnet ILS-Studierenden die Türen von com+plus
29.09.2011   News
Brief und Siegel
 
Mit einer einheitlichen Prüfungsordnung wollten die PR-Berufsverbände Ruhe in den Weiterbildungsmarkt bringen. Die com+plus-Akademie steuert nun mit einem erweiterten Angebot dagegen an. Wer nicht will, der hat schon, wird sich der Kommunikationswissenschaftler Klaus Merten gedacht haben, als das Münsteraner Zentrum für angewandte Kommunikation (ZAK) seinem Vorschlag nicht gefolgt ist, Teilnehmer des Studiengangs „PR-Referent“ am Institut für Lernsysteme (ILS) zu prüfen. „Das ZAK ist sehr elitär in diesen Dingen“, meint Merten. Da er dennoch vom wissenschaftlichen Anspruch des ILS-Fernstudiengangs überzeugt ist, hat er kurzerhand seine com+plus-Akademie in Münster zur allgemeinen Prüfungsinstitution aufgerüstet.
Bislang hatte die privatwirtschaftlich organisierte Akademie, deren Geschäftsführer Merten ist, nur Prüflinge des hauseigenen Fernstudiengangs „Kommunikationsmanagement/PR“ akzeptiert. Weiterhin gelte, dass man nicht jeden Bewerber prüfe, sagt Merten. Zunächst soll das Prüfungsangebot für die genannten Studiengänge und für den „Basic-PR“-Fernstudiengang gelten, den com+plus gerade zertifizieren lasse, so Merten. Eine Ausweitung des Prüfungsgeschäfts schließt der Professor für die Zukunft jedoch nicht aus.
Das sei eine aus Sicht von Prüflingen und Arbeitgebern in der PR ungünstige Entwicklung, meint Michael Kalthoff-Mahnke, Geschäftsführer der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG). Die würden sich von einer einheitlichen Prüfung vor allem Orientierung und Vergleichbarkeit versprechen. Gemeinsam mit dem Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) und der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) trägt die DPRG die gemeinnützige Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation (PZOK), deren Geschäftsführer ebenfalls Kalthoff-Mahnke ist. Noch im Januar hatten die drei Branchenverbände die Einführung einer einheitlichen Prüfungsordnung gefeiert. Nun gibt es also wieder einen Anbieter mehr auf dem Prüfungsmarkt.
Katja Fürstenau, Projektleiterin bei PR Plus, betrachtet die Entwicklung gelassen. „Eine einheitliche PR-Prüfung bleibt durch die Konkurrenz privater Anbieter Wunschdenken“, und das sei für den Weiterbilder aus Heidelberg völlig normal, so Fürstenau. Bereits im Dezember 2008 hatte sich PR Plus gemeinsam mit oeffentlichkeitsarbeit.de von der PZOK abgewandt und eigene Prüfungsverfahren eingeführt.(bb)

 

Newsletter

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein?

Magazin & Werkstatt