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News / Die Erinnerungs-Macher
25.08.2011   News
Die Erinnerungs-Macher
 
Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten sollten Firmen Mitarbeiter und Geschäftspartner zu Hochleistungen anspornen. Wie das mithilfe gelungener Incentives gelingen kann, erläutert Silvia Ganser.

Während der jüngsten Wirtschaftskrise haben einige Unternehmen Zeichen gesetzt. Die Folgen: „Spaßveranstaltungen“, die der Belohnung und Motivation der Mitarbeiter dienen, wurden aus den Marketingbudgets gestrichen. Andere haben sich darauf beschränkt, ihre Incentives in Deutschland auszurichten. Oder sie haben die Reisen um Trainingselemente erweitert und ihnen damit eher den Charakter von Führungskräfte-Workshops gegeben.
Die eingeleiteten Sparmaßnahmen haben auch ihr Gutes: Viele Unternehmen haben gemerkt, dass sich ihre Mitarbeiter zwar wünschen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird, dies aber nicht in Verbindung mit immer teureren und exklusiveren Events passieren muss. Häufig kommen vor allem solche Formate bei den Teilnehmern gut an, die emotionalisieren und den persönlichen Kontakt und Austausch untereinander fördern. Und das umso mehr, je stärker der Arbeitsalltag von technischer Kommunikation und Routine-Prozessen bestimmt ist.
Eine erfolgreiche Konzeption einer Incentive-Veranstaltung beginnt stets bei der Analyse der Kundenbedürfnisse: Welches Ziel möchte das Management mit der Reise erreichen (Mitarbeiter belohnen, Geschäftspartner binden, Leistungsanreize geben)? Welche Faktoren dominieren die betreffende Zielgruppe (Alter, Geschlecht, körperliche Verfassung, Arbeitsalltag)? Welche Maßnahmen greifen, wenn Unternehmen verdiente Mitarbeiter auf Reisen schicken (beispielsweise die Lieferung eines Komplett-pakets von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zu nachhaltigen Follow-up-Maßnahmen)? Und nicht zuletzt: Welches Budget wird für den Auftrag bereitgestellt? Wobei Letzteres für eine gute, nutzbringende Veranstaltung nicht entscheidend ist. Auch mit geringem finanziellen Aufwand lassen sich einmalige Erlebnisse kreieren. Oder durch die Einbindung von Social Media. Zugleich unterstützt das Web 2.0 die Kommunikationsarbeit der Agenturen selbst, da das, was sie schaffen, dort auf einfache Weise geteilt und bewertet werden kann.
Im Anschluss an die Kundenanalyse folgt die Wahl der Destination. Nicht nur einige osteuropäische Länder wie Slowenien oder die baltischen Staaten bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch in Deutschland gibt es überzeugende Orte für außergewöhnliche Incentives.
Ein Beispiel: In diesem Jahr beauftragte uns ein Unternehmen damit, eine Mitarbeiterveranstaltung zum Thema „ganzheitliches Lebenskonzept“ zu entwickeln. Als Austragungsort entschied sich der Kunde für eine exklusiv angemietete Jugendherberge. Ein Sternekoch sorgte für das leibliche, charisma- tische Moderatoren für das geistige Wohl. Hinzu kamen Angebote wie Frühsport mit Yoga, Tai Chi und Lifekinetik (Denksport mit körperlicher Aktivität). Mit dieser Mischung aus zweckmäßiger Destination und attraktiv und zielgruppengenau zusammengestelltem Programm tauchten die Mitarbeiter nicht nur vier Tage lang in eine andere Welt ein. Der Auftraggeber integrierte später sogar einige Elemente des „ganzheitlichen Lebenskonzepts“ in den Arbeitsalltag seiner Angestellten.
Um eine solch nachhaltige Wirkung bei Incentive-Veranstaltungen zu erzielen – ein Anspruch, den zurzeit immer mehr Kunden entwickeln –, bedarf es auf Agenturseite vor allem eines Feingefühls für die Wünsche und Vorstellungen der Auftraggeber. Gleichzeitig sollte das Agenturteam über genügend praktische Erfahrung und ausreichende Ressourcen verfügen, um auch ungewöhnliche Projekte im In- und Ausland mit kleinen und großen Budgets zur Kundenzufriedenheit realisieren zu können.

Silvia Ganser ist Initiatorin und Geschäftsführerin der iim November 2008 gemeinsam mit dem Event-Spezialisten Vok Dams gegründeten Incentive-Agentur 42 INCENTIVE in Frankfurt.

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