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News / Bewährungsprobe Wandel
25.08.2011   News
Bewährungsprobe Wandel
 
Strategie und Change Management von Übernahmen und Fusionen werden von den Mitarbeitern betroffener Unternehmen schlecht bewertet. Ein Grund: mangelnde Kommunikation. Für ganz wenige, ganz große Unternehmen mögen Fusionen und Übernahmen fast schon zum Tagesgeschäft gehören. Doch für die Mehrzahl der deutschen Firmen werden die dazu nötigen Integrationsprozesse zu einer schweren Belastungsprobe: Überstunden und Unsicherheiten unter den Mitarbeitern sind in solchen Situationen oft an der Tagesordnung. Deshalb wundert es nicht, dass zwar 70 Prozent der Fach- und Führungskräfte eine Integrations- und Demerger-Strategie für wichtig halten, aber nur 46 Prozent mit der Organisation von Merger-Projekten zufrieden sind. Das hat die Hamburger Managementberatung Steria Mummert durch eine Befragung unter 272 Mitarbeitern großer und mittelständischer Unternehmen herausgefunden. Umso erstaunlicher ist es, dass Change Management und Personalabteilung – Hauptbeteiligte im Rahmen von Veränderungsprozessen – in der Mitarbeiterbewertung besonders schlecht wegkommen: Nur 56 Prozent der Befragten halten diesen Bereich im Vergleich zu anderen Unternehmenseinheiten wie IT, Marketing und Vertrieb oder Finanzen für relevant. Die Hälfte der Studienteilnehmer ist mit der Arbeit dieses Bereichs zufrieden. Als eine Erklärung dafür nennt Jan Koppetsch, Senior Manager bei Steria Mummert, eine mangelhafte Kommunikation, die das Merger-Projekt begleite. Oft lege das Management Zuständigkeiten und Sprachregelungen für die in- und externe Kommunikation zu spät fest. Die Gründe dafür lägen unter anderem in der Tragweite der zu fällenden Entscheidungen oder in nostalgischen Erwägungen, so Koppetsch.(bb)
 

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