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DRPR rügt mangelnde Transparenz von "Tramp a Benz"
18.08.2011   News
DRPR rügt die Macher von „Tramp a Benz“
 
Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat gegen die Beteiligten der Kampagne „Tramp a Benz“ eine Rüge ausgesprochen. Die Aktion war im Frühjahr in der Kategorie PR mit einem Cannes Löwen ausgezeichnet worden. Der PR-Rat empfiehlt nun die Aberkennung des Preises.
Der DRPR bemängelt in seinem Ratsbeschluss, dass die Agentur Jung von Matt, der Blogger Stefan Gbureck und die Marke Mercedes-Benz nicht deutlich gemacht hatten, wer Absender und finanzieller Unterstützer der als „Experiment“ und „Kunstaktion“ betitelten Kampagne gewesen war. Bereits während der Einreichungsphase der Cannes Lions sei bekannt gewesen, dass der DRPR den Fall wegen des Verstoßes gegen den international geltenden Code de Lisbonne (Artikel 4) und die Rats-Richtlinie zur Online-PR untersucht. Der Vorsitzendes des DRPR, Richard Gaul: „Uns hat es sehr verwundert, dass die Aktion ausgezeichnet wurde, obwohl bereits das Verfahren lief. Offensichtlich wurde die Jury nicht von Agentur- beziehungsweise Unternehmensseite hierrüber informiert.“
Im Dezember 2010 war der Fotograf und Performance-Künstler Gbureck von Berlin aus zu einer Reise per Anhalter durch Europa aufgebrochen, bei der er sich ausschließlich von Mercedes-Benz-Fahrern mitnehmen lassen wollte. Den Trip, der am 17. Dezember in Barcelona endete, dokumentierte Gbureck mit Bildern und Videos auf dem Blog www.tramp-a-benz.com und auf Facebook. Dort entbrannte schließlich eine Diskussion um die Hintergründe der Aktion, nachdem Olaf Kolbrück am 3. Dezember auf horizont.net berichtet hatte, dass die Domain des Blogs auf Jung von Matt zugelassen ist.
Zu keinem Zeitpunkt der Kampagne sei geplant gewesen, die Auftraggeber transparent zu machen, erklärte der DRPR.
 

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