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News / Es lebe der Friedhof
28.07.2011   News
Es lebe der Friedhof
 
Der sonst eher unauffällige Bund deutscher Friedhofsgärtner lässt sich seit 2009 von der Agentur Schwind ein frisches Image verpassen. Selbstbewusstsein der Mitglieder und das Interesse potenzieller Kunden sollen wachsen. „Friedhofsgärtner? Die verscharren Leichen und schneiden Buchsbäume.“ Um diese Vorurteile zu korrigieren, engagiert sich die Schwind Agentur für Zukunftskommunikation aus Wachtberg bei Bonn. Auftraggeber ist der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF). Dort sorgte man sich um die Friedhofskultur und das Image der Mitglieder. Die Ausgangsthese: Der gesellschaftliche Wandel, der Trend zum Individualismus und immer unterschiedlichere, nebeneinander existierende gesellschaftliche Lebens-formen haben die Bedeutung des Friedhofs gewandelt. Alternative Bestattungsformen liegen im Trend, der Friedhof als traditioneller Ort der Erinnerung verliert an Gewicht. Deshalb formulierten Schwind und der BdF vier Kampagnenziele: Der Friedhof soll wieder Ort für Erinnerung und Trauer sein. Friedhofsgärtner sollen inspiriert und motiviert werden. Sie sollen sich als kreative, zuverlässige Dienstleister positionieren. Der BdF soll als Verband registriert werden, der für Qualität und Professionalität steht.
Gräbern ein Gesicht geben


Gräbern ein Gesicht geben

Im Zentrum der Kampagne steht die Arbeit der Friedhofsgärtner. Sie sollen sich nicht nur mit der Aktion identifizieren können, sondern die Darstellung ihrer Arbeit soll auch Vertrauen in der Bevölkerung erzeugen und das Selbstbewusstsein der Friedhofsgärtner stärken. Beispiele individueller Grabbepflanzung demonstrieren, dass sich der Friedhof mit den Bedürfnissen der Menschen weiterentwickelt. Um die Wirksamkeit der Maßnahmen abzusichern, wurde im Vorfeld eine Marktforschungsstudie mit qualitativen Interviews in drei Großstädten durchgeführt. Kampagnenstart war am 27. Oktober 2009 mit einer Pressekonferenz. „Lindenstraßen“-Schauspieler Bill Mockridge sorgte für Aufmerksamkeit, sodass 14 Journalisten aller Mediengattungen erschienen. Sechs Anzeigenmotive wurden in auflagenstarken Publikumszeitschriften geschaltet. Das ZDF zeigte einen TV-Spot. Mit dem Jugendsender BigFM gab es eine Kooperation: In seiner Morgenshow (1,5 Millionen Hörer) verlosten die Stuttgarter eine Woche lang eine Grabgestaltung. BdF-Mitglieder erhielten individualisierbare Pressemappen in einem Kampagnen-Ordner. Zur Reichweitensteigerung wird das Kampagnen-Motto 2010 und 2011 in den Slogan des „Tag des Friedhofs“ integriert: „Formen, Farben, Vielfalt – Es lebe der Friedhof!“


Über 118 Millionen Kontakte


Über 118 Millionen Kontakte

Die siebenstellig budgetierte Kampagne schaffte 2009 eine durch Print erzeugte Reichweite von gut 23 Millionen Kontakten. 2010 waren es knapp vier Millionen. Die gesamte Pressearbeit für den BdF generierte 2009 eine Printreichweite von gut 56 Millionen und 2010 von über 62 Millionen Kontakten. 25 Millionen Visits zählte die Online-Berichterstattung. Die interaktive Kampagnensite www.es-lebe-der-friedhof.de brachte es bisher auf gut 43.000 Visits. Berichte in TV und Hörfunk erreichten rund 1,2 Millionen Zuschauer respektive Hörer. Im Dezember 2009 kürten die „Horizont.net“-Leser die Aktion übrigens zur „Kreation des Monats“.(jk) Fotos: BdF
 

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