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27.06.2011   News
Die Kirchen können jubilieren, die Presse hat das Nachsehen
 
Auch wenn sich die Kirche noch lange nicht vom Missbrauchsskandal von Anfang 2010 erholt hat, so ist zumindest das Vertrauen in diese Institution über das Jahr hinweg gestiegen. Von Birte Bühnen
Die Bundeswehr konnte nach ihrem starken Verlust von minus elf Prozent beim letzten GPRA-Vertrauensindex vom Februar bei der aktuellen Befragung immerhin zwei Prozentpunkte an Ansehen gewinnen. Im Frühjahr hatte der ungeklärte Tod einer Rekrutin auf der „Gorch Fock“ und die just beschlossene Reform der Streitkräfte das Verhältnis der Bürger zur Bundeswehr offenbar stark gestört. Laut aktuellem Index (Befragungszeitraum: 30. Mai bis 1. Juni) bauen 66 Prozent der insgesamt rund 1.000 Befragten auf die Institution Bundeswehr.
Mit vier Prozentpunkten konnten die Kirchen im Vergleich zur vorangegangenen Befragung dieses Mal den größten Vertrauensgewinn für sich verbuchen. Trotz der äußerst kritisch begleiteten Aufarbeitung der Anfang 2010 bekannt gewordenen Missbrauchsfälle glauben nun 48 Prozent der Befragten an diese Institution. Vor einem Jahr taten dies nur 39 Prozent, im Oktober 2010 aber bereits 44 Prozent. Dass die Institution Kirche an Ansehen gewonnen hat, hat auch der Evangelische Kirchentag Anfang Juni in Dresden gezeigt. Viele Besucher begrüßten seine recht politische Ausrichtung.
Während das Fernsehen, egal ob öffentlich-rechtliches (64 Prozent) oder privates (33 Prozent), auf demselben Vertrauensniveau wie während der letzten Befragung verharrt, hat die Presse mit minus fünf Prozent diesmal mit dem größten Vertrauensverlust unter allen untersuchten Institutionen zu kämpfen. Lediglich 39 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sich auf die Presse zu verlassen. Damit ist das Vertrauen in diese Medieninstitution wieder auf dem Vorjahresniveau angelangt.
Insgesamt sind die Verschiebungen im Vertrauen der Bürger in Institutionen wie Polizei und Parteien jedoch minimal. Mehr auf prreport.de.
 

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