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News / Unruhige Szene
27.06.2011   News
Unruhige Szene
 
Ketchum Pleon, Grayling und die LEAD-Agenturen führen den Markt gemäß einer Erhebung der Zeitschrift „Bestseller“ an.
Auf das Ranking der österreichischen PR-Agenturen war immer Verlass. Das Spitzentrio Publico, Hochegger, Trimedia prägte lange Zeit das Tabellenbild. Dass damit Schluss ist, hat unterschiedliche Gründe. Pleon Publico heißt jetzt Ketchum Pleon, gehört nun ganz und gar der börsennotierten Omnicom-Gruppe, beruft sich auf das auf dem SOA basierenden Veröffentlichungsverbot und liefert keine Zahlen. Die Hochegger-Gruppe, in der Nachfolge als Matrix Communications auf Platz zwei im Ranking 2009, wird übereinstimmenden Medienberichten zufolge aufgelöst. Schon im Vorjahr war ein Umsatzrückgang von 3,5 Prozent verzeichnet worden. Eigentümer László Jakabffy wird Geschäftsführer von Euro RSCG 4D digital und Euro RSCG PR. Die Affären rund um Firmengründer Peter Hochegger und die Privatisierung der Buwog waren eine große Belastung – für die gesamte PR-Szene in Österreich.
Trimedia schloss sich mit Grayling und Mmd zusammen und firmiert seit Anfang 2010 unter Grayling Austria. Mit knapp acht Millionen Euro Honorarumsatz nimmt die Agentur Platz eins ein, dürfte Ketchum Pleon (2009: 14,2 Millionen Euro) aber wohl kaum überholt haben können.
Mittlerweile sind fünf an der Leading Advisors Group (LEAD) beteiligte Agenturen unter den Top Ten. Das Quintett kommt zusammengerechnet auf 15,4 Millionen Euro Honorar. Von der LEAD als Nummer eins darf also gesprochen werden, zumal der von Wolfgang Rosam, Dietmar Ecker und Monika Langtahler (brainbows) geführten Gruppe weitere Firmen (Onlinekommunikation, Caching et cetera) angehören. Allerdings weisen die Beteiligten unterschiedliche Erfolge auf. Ecker etwa konnte offenbar nicht vom Hochegger-Aus profitieren, sein Umsatz ging um zehn Prozent zurück.(fo)

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