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News / 45 Zettelchen
23.05.2011   News
45 Zettelchen
 
Defekte Gaspedale, verkeilende Fußmatten: Der japanische Automobilkonzern Toyota musste 2009/2010 herbe Imageverluste aufgrund von Qualitätsproblemen hinnehmen. Qualitätsmanagement ist Reputationsmanagement – bewusst oder unbewsst.
Kritik an Vattenfall: Der Betreiber des Kernkraftwerks Krümmel hatte im Sommer 2007 einen Brand in einem Maschinentransformator zu beklagen. Nachdem das AKW zwei Jahre ab- geschaltet war, kam es erneut zu Störungen.
Vorsätzlich getäuscht hat der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, was er kürzlich mit „vielfacher Arbeitsbelastung“ begründete. Damit hat der CSU- Politiker nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Zunft geschadet. Personality-PR beginnt bei der Überprüfung der eigenen Leistungsfähigkeit.
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat den Ölkonzern BP in seinen Bemühungen, sich ein grünes Image zuzulegen, zurückgeworfen. Krisenforscher Frank Roselieb meint laut dapd gar, dass BP keine Möglichkeit finden wird, die Verbindung zu „Deepwater Horizon“ zu kappen.
Die Outlook-Ebene als weitere Messebene im Controlling-Modell (fiktives Beispiel): Ein Stromerzeuger gerät aufgrund seiner Kommunikationspolitik mit einem meldepflichtigen Störfall in seinem Atomreaktor in die Kritik. Das Management beschließt, nun die Reputation des Unternehmens zu einem Gehaltsbestandteil der ersten Führungsebenen zu machen. Der Ruf bemisst sich in diesem Unternehmen aus Kundenzufriedenheit und Image. Beides wird monatlich erhoben. Das Management kann bis zu einem Drittel seines Jahressalärs verlieren, wenn es die Werte nicht hält. Daraufhin ergänzt eine monatliche Issueskonferenz das Top-Managementmeeting, das aktuell nach Bedarf ergänzt wird, um die Organisation auf kunden- und imagekritische Medienthemen stetig zu durchleuchten, um geplante Handlungen gegebenenfalls hieran anzupassen.

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