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23.05.2011   News
Agenturrankings 2010: Optimismus löst Skepsis ab
 
Die Erhebungen der PR Report-Schwesterpublikationen, der „PR Week US“ und der „PR Week“ in Großbritannien, zeichnen ein positives Bild der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Ergebnisse zeigen, dass die PR-Agenturen offenbar die konjunkturelle Schwäche und die personellen Anpassungen überstanden haben.
Im Vergleich zu Großbritannien zeigt die Wachstumskurve in den Vereinigten Staaten deutlicher nach oben. Nur acht Agenturen unter den Top 50 weisen einen prozentualen Rückgang der Honorarumsätze auf, ein Jahr zuvor waren es 32 Firmen. Alles in allem stiegen die Umsätze der Top-25-Agenturen im Jahr 2010 im Durchschnitt um 14 Prozent, die der 50 ganz vorn stehenden Agenturen um 15 Prozent. Zum Vergleich: Die Umsätze der Top 25 nahmen von 2008 auf 2010 „nur“ um neun Prozent zu, die der Top 50 stiegen insgesamt um „lediglich“ sieben Prozent. Das offenbart, wie schwierig 2009 für die US-Szene gewesen ist. Die Zahl der Mitarbeiter nahm von 2009 auf 2010 um 17 Prozent zu. Die vorliegenden Resultate aus dem ersten Quartal dieses Jahres veranlassen zu der Prognose, dass 2011 noch bessere Zahlen als das Vorjahr liefern wird.
Auf Basis der Kalenderjahres-Rechnung sprang die in St. Louis beheimatete Agentur Fleishman-Hillard auf Platz zwei des US-Rankings. Würde auf Basis des Geschäftsjahres gelistet, würde F-H sogar auf Rang eins stehen. Denn Edelman bilanziert jeweils Ende Juni und war im zweiten Halbjahr 2009 weniger erfolgreich.
In Großbritannien ist das Honorarwachstum nie-driger ausgefallen. Im Schnitt 9,24 Prozent vermeldet die „PR Week“, allerdings auf alle 150 in ihrem Ranking gemeldeten Agenturen bezogen. Das bedeutet eine Rückkehr ungefähr auf das Niveau von 2008. Im Jahr 2009 hatte es auch auf der Insel einen Einbruch gegeben, und zwar auf ein Durchschnittswachstum von weniger als einem Prozent. Insgesamt erwirtschafteten die Top-150-Agenturen 2010 Honorare in Höhe von umgerechnet mehr als 960 Millionen Euro, knapp 932 Millionen Euro waren es ein Jahr zuvor gewesen.
Wieder einmal steht die Bell Pottinger Group ganz oben auf der Liste der britischen Agenturen. Sie verzeichnete einen Honorarzuwachs von 13 Prozent auf 78 Millionen Euro. Einen ähnlichen prozentualen Zuwachs erzielte Britanniens größte unabhängige Agentur: Edelman gelang eine Steigerung um zwölf Prozent auf 33 Millionen Euro (Platz fünf). Durchstarter unter den Top Ten ist allerdings die Engine Group (Rang neun) mit 38 Prozent.
Zu den Verlierern gehören Agenturen, die ihre Dienstleistungen vor allem dem unter Kostendruck stehenden öffentlichen Sektor anbieten. Zu nennen sind hier beispielsweise Kindred (minus 50 Prozent) und Munro & Forster (minus 18 Prozent).

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