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10.10.2008   News
Zweite Runde: Merten vs. Deutscher Rat für PR
 

Widerrufen wird er nicht. „Das kommt definitiv nicht in Frage.“ Der emeritierte Münsteraner Professor Klaus Merten kündigt vielmehr eine Beschwerde bei der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft wegen Beschädigung der Wissenschaftsfreiheit durch den Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) an.

Der hatte auf seiner Sitzung Anfang der Woche das offiziell gemacht, was er seit Juni an Merten, der auch Gesellschafter des Münsteraner Weiterbildungsinstituts com+plus ist, moniert (PR Report Nr. 2134 vom 22. August). Der Kernsatz der aktuellen Erklärung: „Der DRPR missbilligt scharf und einstimmig Aussagen von Professor Dr. Klaus Merten, Münster, in denen er behauptet, die Profession Public Relations habe insgesamt eine Lizenz zur Täuschung.“ Im letzten Absatz seines Statements erklärt der DRPR zudem, dass die Missbilligung „unanhängig (sic!) von der vom Grundgesetz garantierten Wissenschaftsfreiheit (Art. 5, Abs. 3)“ erfolge. Für Merten ist das völlig unverständlich, so dass er jetzt die förmliche Beschwerde bei seinem Berufsverband einreichen will.

Der Professor, der jüngst gemeinsam mit Klaus Kocks, dem Enfant terrible der deutschen PR, an seinem Weiterbildungsinstitut eine „Gerüchteklinik“ installiert hatte (PR Report Nr. 2137 vom 12. September sowie Heft 9/2008), fordert jetzt, dass der DRPR „endlich Argumente liefert“ und aufhöre, nach dem Rügen- und Missbilligungs-Schema zu verfahren: „Der Rat hat überhaupt nicht verstanden, was ich will“, sagt Merten, der vermutet, dass vielen Agenturen die Debatte ein Dorn im Auge ist und sie entsprechend auf den Rat einwirkten. Und er kündigt an: „Die PR-Ethik ist in Deutschland völlig falsch aufgestellt. Das zeigt sich schon im Statut, das ganz im PR-Slang gehalten ist. Es mangelt an Kommunikation. Das werde ich beweisen.“ (fb)
 

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