Please wait...
News / Litigation-PR ist auf dem Vormarsch
26.04.2011   News
Litigation-PR ist auf dem Vormarsch
 
Die Zahl der Medienberichte über Klagen, Prozesse und Rechtsstreitigkeiten in Deutschland ist in den Jahren von 2008 bis 2010 um rund 30 Prozent angestiegen. Damit gewinne auch die Rechtskommunikation in Deutschland zunehmend an Bedeutung, folgert die Litigation-PR-Beratung Holzinger Associates aus Starnberg in einer nicht-repräsentativen Kurzstudie. Dazu untersuchte die Agentur mehr als 10.000 Artikel im „Spiegel“, im „Handelsblatt“, in der „Wirtschaftswoche“ und in der „Financial Times Deutschland“. Als Grund für die steigende Zahl von Berichten führt Stephan Holzinger, geschäftsführender Gesellschafter von Holzinger Associates, unter anderem die juristische Aufarbeitung der Finanzkrise und das damit verbundene Medieninteresse an. Der Berater sieht die Bedeutung rechtsstreitbegleitender PR auch künftig zunehmen. Umso verwunderlicher sei, dass die Zahl der „No comment“-Reaktionen im untersuchten Zeitraum überproportional zugenommen habe. Nicht oder nur zögerlich auf Vorwürfe zu reagieren, werde „in der Öffentlichkeit mehrheitlich mit Schuld oder der Absicht, etwas zu verheimlichen, gleichgesetzt“, zitiert der Experte Erkenntnisse weiterer Studien.
Aktuell beschäftige die europäischen Litigation-PR-Spezialisten zudem die Rolle von Twitter während laufender Gerichtsverhandlungen, so Holzinger. Tweets könnten einerseits die Vernehmung von Zeugen beeinflussen, andererseits könnten sie als Vorladung benutzt werden.

Magazin & Werkstatt