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14.04.2011   News
Lücke zwischen Potenzial und Anwendung von Social Media bleibt
 
Obwohl Journalisten und Mitarbeiter von Pressestellen und PR-Agenturen offenbar nicht von Social Media lassen können – jedenfalls legen das Medienberichte, Pressemitteilungen und Offenbarungen unter Dreien nahe –, haben noch lange nicht alle Redaktionen und Unternehmen offizielle Accounts bei Plattformen wie Facbook, Twitter, Youtube, Xing und Co. eingerichtet.
Knapp ein Viertel der Redaktionen und Pressestellen sind gar nicht in den abgefragten Netzwerken vertreten. PR-Agenturen geben hingegen an, dass ihre Kunden vor allem auf Facebook (79 Prozent), Twitter (51 Prozent) und Xing (47 Prozent) präsent seien. Zu diesen Ergebnissen kommt die dpa-Tochter news aktuell in ihrem aktuellen Social Media-Trendmonitor, für den sie im Februar gemeinsam mit der Agentur Faktenkontor 5.120 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen, Pressestellen und Redaktionen online befragt hat.
36 Prozent der Unternehmenspressestellen geben an, dass sie einen eigenen Youtube-Kanal unterhalten. Damit heben sie sich deutlich vom Rest der Befragten ab. Ein Grund dafür kann darin liegen, dass die Video-Plattform zu den älteren, etablierten Gewächsen des Social Web zählt. Zudem dürften viele Unternehmen in der Vergangenheit bereits im Rahmen ihrer PR-Arbeit Bewegtbildinhalte produziert haben, die sie nun nicht allein über ihre Website verbreiten, sondern auch über Youtube.
Auffällig ist, dass Redaktionen, Pressestellen und die Kunden von PR-Agenturen fast gleichermaßen stark auf dem Microblogging-Dienst Twitter vertreten sind. 47, 49 und 51 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dort einen offiziellen Account eingerichtet zu haben. Wie es scheint, lassen sich journalistische Meldungen und Pressemitteilungen über diesen Dienst am einfachsten im Social Web verbreiten.
Insgesamt zeitgt die Umfrage, dass Medien am seltensten, die Kunden von PR-Agenturen dagegen am häufigsten auf Social Media-Plattformen mit einem offiziellen Account vertreten sind. Das mag nicht nur daran liegen, dass Agenturen ihre Kunden hinsichtlich eines Engagements im Social Web beraten, sondern auch daran, dass Journalisten Social Media eher als nervig empfinden und in den neuen Kanälen stärker eine Gefahr für die klassischen Medien wittern als die übrigen Befragten. Vor allem die Mitarbeiter von PR-Agenturen rechnen sich der Umfrage folgend große Chancen durch Social Media aus. Weitere Ergebnisse des Social Media-Trendmonitors lesen Sie in der Mai-Ausgabe des PR Report, die am 29. April erscheint. (bb)
 

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