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News / Faszinierende Firmengeschichte zwischen Wachstum, Profit und Privatsphäre
David Kirkpatrick: Der Facebook-Effekt, Carl Hanser Verlag, München, ISBN: 978-3-446-42522-4,404 Seiten, 24,90 €
17.03.2011   News
Faszinierende Firmengeschichte zwischen Wachstum, Profit und Privatsphäre
 
Zuckerberg, der unverbesserliche Menschenfreund. Zuckerberg, der introvertierte Computerfreak. Zuckerberg, der zielstrebige CEO – David Kirkpatricks Buch Der Facebook-Effekt liest sich wie eine Hymne auf einen Mann, der bereits im Alter von 20 Jahren anfing, Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte zu schreiben: Mark Zuckerbergs angebliche Sorge um den Schutz der Privatsphäre der Facebook-Nutzer zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Plagiatsvorwürfe, mit denen der CEO vor allem in den Anfängen seiner Unternehmung zu kämpfen hatte, entkräftet Kirkpatrick mit dem Hinweis, dass Zuckerberg lediglich Ideen aufgegriffen habe, die sich innerhalb der vergangenen 40 Jahre entwickelten (S. 71). Und natürlich fehlt auch nicht Zuckerbergs stetes Bekenntnis, dass die wachsende Zahl an Nutzern wichtiger sei als die Höhe des erzielten Umsatzes (S. 312).
Dennoch ist das Buch mehr als die reine Lobhudelei eines Journalisten, der sich durch seine jahrelange Arbeit für die IT-Zeitschrift „Fortune“ Zugang zum inneren Kreis um den Facebook-Gründer verschaffen konnte. Kirkpatrick zeichnet die Entwicklung des erfolgreichsten sozialen Netzwerks akribisch nach. Detailreich beschreibt er die technischen, finanziellen und rechtlichen Hürden, die Zuckerberg nach wie vor meistern muss.
Die rasante Ausbreitung des Netzwerks seit seiner Gründung 2004 und der Glaube daran, dass Facebook „Kommunikation effizienter machen“ kann (S. 13), beschreiben das, was Kirkpatrick als Facebook-Effekt bezeichnet. Vor den Folgen einer naiven Nutzung der Plattform schützt das Phänomen allerdings nicht. (bb)

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