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News / Mit dem Hausmeister in die Poleposition
Martin Höfelmann (25) ist Gründungsvorsitzender des Public Relations Studierende Hannover e.V. (prsh.de). Er studiert Kommunikationsmanagement an der FH Hannover und Corporate Communica- tions an der Aberdeen Business School in Schottland.
17.03.2011   News
Mit dem Hausmeister in die Poleposition
 
Was geben Karrieremagazine nicht alles für Ratschläge, um die ersten Tage im neuen Job zu bestehen. Da wären etwa die „sechs goldenen Regeln“: Zuhören, Lernen, Anpacken, Qualität abliefern, Offen sein und Helfen. Andere Experten empfehlen Dauerlächeln, wieder andere raten dazu „immer den Hausmeister zu grüßen“. Vieles daran ist selbstverständlich und keineswegs neu.
Was dem Berufsanfänger den Einstieg in die PR-Welt letztlich vereinfacht, hängt in erster Linie vom neuen Umfeld ab. Im Idealfall kann der junge Kollege die Agentur oder die Pressestelle, in der er tätig sein wird, vorab kennenlernen – sei es nach dem Vorstellungsgespräch oder bei einem Probearbeitstag. Danach sollte man über die Aufgabenteilung der Kollegen ebenso im Bilde sein, wie über den Kundenstamm oder das künftige Arbeitsgebiet. Einige Pressestellen und Agenturen stellen ihren Neulingen für die ersten Monate einen Mentor zur Seite. Er ist in dieser Zeit erster Ansprechpartner bei allen Fragen und Problemen.
Berufsanfänger sollten aber nicht nur fragen, was ihnen den Einstieg erleichtert, sondern auch, was ihr Arbeitgeber von ihnen erwartet. Trainees bringen andere Voraussetzungen mit als Young Professionals. Klar, die meisten Berufseinsteiger haben sich durch diverse Praktika erste wertvolle Berufserfahrung angeeignet. Zum Berater oder Pressesprecher ist es jedoch noch ein langer Weg. Gleichwohl scharren viele junge Kollegen mit den Hufen und wollen, so früh es geht, durchstarten. Auch, wenn sie dafür nicht immer voll gerüstet sind. Damit Ehrgeiz nicht in Enttäuschung umschlägt, ist gerade hier Kommunikation unerlässlich. Daher sollte der Arbeitgeber nicht nur frühzeitig klarstellen, was er von seinem neu eingestellten Kollegen in Sachen Leistung erwartet. Sondern auch gerade das, was er von einem Berufseinsteiger noch nicht erwartet. Ein regelmäßiges Feedback von Vorgesetzen im Anschluss an eine solche Vereinbarung kann helfen, die eigenen Schwächen zu erkennen und sich individuell weiterzuentwickeln. Arbeitgeber, die ihrem Neuzugang auf diese Weise begegnen und ein überzeugendes Ausbildungskonzept besitzen, müssen sich um qualifizierten Nachwuchs keine Sorgen machen. Und nicht vergessen: Stets den Hausmeister grüßen!

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