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17.03.2011   News
Karriereplanung: Bloß nicht hysterisch werden!
 
Hysterie ist eine „krankhafte Erscheinung, die durch Vorstellungen verursacht wird“, schrieb der deutsche Arzt Paul Julius Möbius im Jahr 1888. Gut 220 Jahre später plagen junge PR-Einsteiger viele solcher „Vorstellungen“: Da ist zunächst einmal die Sorge, eine wichtige Weichenstellung zu versäumen. Hinzu kommt die Angst, beruflich nicht den richtigen Einstieg zu finden. Und am Ende steht die Befürchtung, nicht das Optimum aus allem herauszuholen – kurz: die Karrierehysterie grassiert.
Man kann das durchaus nachvollziehen. In wohl kaum einer anderen Branche bekommen Hochschulabsolventen so sehr das Gefühl vermittelt, dass ihr Studium nicht viel wert sei. Wer Maschinenbau oder Jura studiert hat, hat in gewisser Weise schon gezeigt, dass er der Richtige für den Job ist – und so den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere gelegt. Absolventen der Germanistik oder der Theaterwissenschaften haben dagegen nicht unbedingt das Gefühl, dass sich die Arbeitgeber um sie reißen. Und auch jene, die ein PR-Studium durchlaufen haben, können sich nicht so richtig an ihrer Spezialisierung erfreuen – bei ihnen überwiegt häufig das Gefühl, dass ihr Bachelor für den Traumjob nicht genügt oder ihr Master vom Arbeitgeber nicht ausreichend honoriert wird.
Um aus der Masse herauszustechen, meinen PR-Einsteiger deshalb oft, noch besondere Extras mitbringen zu müssen: In Rekordzeit studieren, währenddessen möglichst viele Praktika in unterschiedlichsten Bereichen absolvieren, als freier Mitarbeiter journalistisch arbeiten und dazu noch Auslandserfahrung sammeln. Vieles davon ist in entsprechender Dosierung sinnvoll – man kann es aber auch übertreiben mit der Erfolgsorientierung.
Klar sollte sein: Der perfekte Lebenslauf ist in der Realität die absolute Ausnahme und stößt bei Personalverantwortlichen nicht automatisch auf vorbehaltlose Begeisterung. Brüche, Auszeiten, Phasen des Ausprobierens – das alles ist menschlich und muss kein Makel sein. Entscheidend ist: Die eigene Vita sollte erkennbar machen, dass man für den angestrebten Job gut geeignet ist. Wer weiß, wo er hin will und wie er da hinkommt, hat gute Chancen, dort anzukommen, wenn er die entsprechenden Schritte geht. Ohne hysterisch zu werden.

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