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15.03.2011   News
Zusammen ist man weniger allein
 
Komplexe Projekte werden künftig nicht nur mit PR-Kampagnen flankiert, sondern auch durch die Einbindung der Bürger.
Stuttgart 21 hat gezeigt: Es geht nicht ohne die Bürger. Der Schlüssel heißt Beteiligung– unddas nicht nur bei politischen Prozessen, sondern zunehmend auchbei Fragen der Unternehmensentwicklung und der Zielgruppeneinbindung durchKommunikation und Marketing. Am besten gelingt Beteiligung, wie sie in Zukunftswerkstätten, Mediationsverfahren, Bürgerkonferenzen, oder Open-Space-Veranstaltungen abläuft, wenn ihr ein klarer Auftrag voransteht (65 Prozent) und das Vorgehen transparent ist (56 Prozent). Ohne umfassende Begleitkommunikation funktioniert das eher selten. Dennoch bewerten nur 17 Prozent von 3.200 Befragten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft die Kommunikation als sehr wichtig für den Erfolg von Beteiligungsverfahren. Gleichgültig, ob die Befragten aus der Perspektive von Initiatoren oder Teilnehmenden geantwortet haben. Das hat die Online-Studie „Beteiligung gestern – heute – morgen“ ergeben, deren Ergebnisse dem PR Report exklusiv vorliegen.
Hans-Peter Meister, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens IFOK, das die Studie erstellt hat, sieht hierin ein großes Potenzial für PR: „Die zentralen Erfolgsfaktoren wirken eher, wenn sie klar, transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden. Andernfalls drohen Vertrauensverlust und Missverständnisse, die verhindern, dass das eigentliche Ziel erreicht wird: die Akteure einzubinden.“
Die Hälfte der Umfrageteilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft geht davon aus, dass sich die Herausforderungen der Zukunft nur mit Hilfe von Beteiligungsprozessen erfolgreich bewältigen lassen – trotz knapper Kassen. 67 Prozent erwarten, dass sich Formate und Abläufe weiter professionalisieren werden. Wobei 53 Prozent damit rechnen, dass diese Prozesse sowohl on- als auch offline organisiert werden. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer ist der Meinung, dass Beteiligungsverfahren künftig durch klassische PR- und Marketing-Kampagnen ergänzen werden.
Vor allem, wenn es darum geht, neue und kreative Lösungen zu erarbeiten, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, Akzeptanz und Verständnis für Vorhaben und Veränderungsprozesse zu schaffen, sind Beteiligungsverfahren geeignete Mittel. So hätten nach Meinung der Befragten vor allem komplexe Themen wie die Schul- und Hochschulreform (64 und 43 Prozent) und die Finanzierung des Gesundheitssystems (54 Prozent) mit mehr Beteiligung besser vermittelt werden können. Konkrete Probleme wie die Elterngeldkürzung (14 Prozent) hingegen nicht.(bb)
 

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