Please wait...
News / Anständige Angebote
Uwe Förster, Chefredakteur
15.03.2011   News
Anständige Angebote
 
Schön, wenn man sich auf jemanden verlassen kann. Schade, dass es so selten vorkommt. Eher gar nicht, wenn es um Bankgeschäfte geht. Einmal mehr hat eine Umfrage – diesmal der Commerzbank aus dem zweiten Quartal unter 4.000 Mittelständlern – ergeben, dass deren Beziehung zu den Finanzhäusern aufgrund der Krise gelitten hat. 61 Prozent geben an, ihr Vertrauen sei erschüttert. Im Gegenzug ist der Glaube an die Wirkung nachhaltigen Wirtschaftens gewachsen. Vier von fünf Unternehmenschefs weltweit sind einer Accenture-Studie zufolge der Meinung, die Finanzkrise habe die Bedeutung von Nachhaltigkeit erhöht. Aber: 34 Prozent der CEOs glauben, dass die Finanzmärkte nachhaltige Unternehmensziele zu wenig unterstützen. Obwohl Investments nach ethisch-ökologischen Prinzipien mittlerweile von vielen Anlegern goutiert werden. Zum Teil aus rein ökonomischen Erwägungen. Denen ist ein ruhiges Gewissen als Ruhekissen zu gönnen. Davon abgesehen soll es auch „heldenhafte“ Fondsmanger geben, die Papiere „böser“ Unternehmen einfach entfernen und trotzdem Erfolg haben. Mit der Kommunikation ethischer Finanzprodukte, der Bedeutung von Transparenz und vertrauensbildenden Maßnahmen von Banken beschäftigt sich unsere Titelstory (Seite 12).

Um Ethik in ganz anderem Zusammenhang geht es auf den Seiten 19 ff.: Ein dreiviertel Jahr ist es her, seit die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche publik wurden – welche Schlüsse hat die Institution für ihre Kommunikation gezogen? Wie sich zeigt, findet ein Umdenken statt: Die Defensivstrategie wird allmählich aufgegeben.
 

Newsletter

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein?

Magazin & Werkstatt