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15.03.2011   News
Kein Kinderspiel
 
Da isst man einmal zusammen Mittag und schon hat man vier Freunde weniger. So schnell kann das gehen – zumindest auf dem Spielbrett. Was in der Realität tragisch wäre, wird hier zum zentralen Mechanismus. Karin Janner, Marcel Kerkow und elf Mitstreiter haben etwas gewagt: Sie haben ein Brettspiel rund ums Social Web entwickelt. Und gewonnen. Jedenfalls wurde das Spiel auf der stARTconference, einer Messe für Web-2.0-affine Kulturschaffende, Anfang September in Duisburg vorgestellt und erfolgreich getestet.
Am startspiel ist von der Idee über die operative Entwicklung bis hin zum Verkauf alles social und Web 2.0. Als Janner Anfang August über das Blog www.startspiel.net einen ersten Aufruf verbreitete, gemeinsam ein Spiel über Social Media zu entwickeln, hatte die 40-jährige Marketingberaterin keine allzu hohen Erwartungen, dass sich überhaupt jemand dafür begeistern würde. Doch binnen kurzer Zeit hatte die gebürtige Wienerin ein zwölfköpfiges Kernteam beisammen und weitere Interessierte, die die Blogposts mit dem konkreter werdenden Spielkonzept kommentierten oder die Idee auf Facebook verlinkten.
Außer dem straffen Zeitplan – das Spiel entstand in nur drei Wochen – war die größte Hürde, die flüchtigen Social Media auf ein Brett zu bannen. Hier kommen die Ereigniskarten ins Spiel, mit denen man Freunde gewinnen, aber auch verlieren kann. Wie im echten Social Web geht es auch im Spiel darum, Netzwerke aufzubauen, unterschiedliche Accounts einzurichten, Bilder hochzuladen oder Nachrichten zu posten. Inzwischen sollen sogar Berater das Spiel als Lehrmaterial für ihre Social-Media-Seminare entdeckt haben. Da es on demand gefertigt, aber auch kostenlos als Download angeboten wird, könnte es sich zu einer günstigen Alternative zu dröger Frontalpräsention mausern und auch Skeptikern einen Zugang zum Social Web bieten.(bb)
 

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