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15.03.2011   News
Ausbaufähig: Rechts-PR
 
Die Studie „Wie professionell ist Litigation-PR in Deutschland?“ bricht eine Lanze für die kommunikative Beratung bei der Prozessführung. Dem scheinen die Beteiligten nicht abgeneigt.
Der Nachholbedarf in der Rechtskommunikation ist groß. Anwälte und Gerichte bewerten ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit überwiegend mit den Schulnoten „befriedigend“ und „ausreichend“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK), die am 16. September auf der Tagung „Litigation-PR – Alles was Recht ist“ in München vorgestellt wurde. 612 Justizbehörden und 430 Anwaltskanzleien waren aufgerufen, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen. Herausgekommen ist eine differenzierte Momentaufnahme der Litigation-PR in Deutschland. Besonders auffällig: Anders als Kanzleien (47,3 Prozent) gehen Gerichte (6,5 Prozent) und Staatsanwaltschaften (2,9 Prozent) nicht davon aus, mit ihrer Kommunikation den Ausgang von Prozessen beeinflussen zu können. Sehr wichtig ist allen Beteiligten, dass ihre jeweilige Position richtig in den Medien dargestellt wird (68,9 Prozent). 62 Prozent der Befragten geben an, dass die PR von Juristen ohne zusätzliche Kommunikationsausbildung geleistet wird. Nur 41 Prozent glauben, die Anforderungen an ihre Kommunikation gut zu erfüllen. 67 Prozent wünschen sich Weiterbildungen, um ihre PR zu verbessern. Externes Know-how halten dagegen nur 21 Prozent für hilfreich. In neun von zehn Fällen wird Kommunikation als Zusatzaufgabe von Richtern und Anwälten betrieben.
Nach Ansicht der Befragten wird die Bedeutung von Litigation-PR künftig zunehmen, ohne die Wirklichkeit unmoralisch zu verzerren. Vielmehr gehe es darum, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie Juristen Urteile entwickelten.(bb)
 

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