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News / Das Magazin aus der Timeline
Aus den auf der Startseite festgelegten Informationskanälen speist sich das individuelle „Flipboard-Magazin“/Foto: news aktuell
15.03.2011   News
Das Magazin aus der Timeline
 
Die iPad-Applikation Flipboard verwöhnt den Leser von Tweets und RSS-Feeds mit einer ansprechenden Optik und schafft damit eine attraktive Umgebung auch für Unternehmensnachrichten. Hinzu kommt: Die einfache, intuitive Bedienung der App macht einfach Spaß, findet Carl-Eduard Meyer

Bisher war es ein nahezu unerfüllbarer Traum: Die eigenen, ganz persönlichen Nachrichten zusammengestellt auf einer übergreifenden digitalen Oberfläche. Egal, ob Twitter- und Facebook-Postings, Fachinformationen, regionale Nachrichten oder die große Weltpolitik. Nun scheint dieser Traum endlich Wirklichkeit geworden zu sein: mit der iPad-App Flipboard.

Funktioniert simpel wie elegant
Und, um es gleich vorwegzunehmen: Flipboard ist eine großartige Erfindung! Warum? Ganz einfach: Flipboard macht Spaß, es verbindet die Funktiona-lität des iPads in idealer Weise mit dem Konsum von Nachrichten und Informationen. Der Leser kommt in den Genuss eines eigenen, maßgeschneiderten digitalen Magazins, ohne zwischen verschiedenen Apps und Websites hin und her springen zu müssen.
Das Funktionsprinzip von Flipboard ist dabei ebenso simpel wie elegant. Die Startseite zeigt bis zu neun individuell ausgewählte „Contents“. Die persön- lichen Twitter- und Facebook-Accounts des jewei- ligen Nutzers sind voreingestellt, der Rest ist frei wählbar. Die Feeds von deutschen Magazinen und Tageszeitungen werden via Volltextsuche identifiziert und installiert – intuitiv und ohne aufwendiges Tippen.
Die Inhalte, die sich der Flipboard-Nutzer aufs iPad holt, sind technisch gesehen nichts anderes als Twitter-Feeds. Im Gegensatz zu Twitter bietet Flipboard aber keine öden Timelines, sondern bildet die verlinkten Inhalte sauber und ansehnlich sortiert in Kurzform ab. Bilder und Videos inklusive. Tippt man auf einen Artikel, öffnet sich die Vollversion. Logisch, dass alle Flipboard-Beiträge weitergeleitet und kommentiert werden können. Auch Kommentare anderer Leser lassen sich einblenden. Ein echtes interaktives Leseerlebnis.

Informationskonsum der Zukunft
Aber was bedeutet Flipboard für die PR? Flipboard zeigt uns Kommunikatoren, wie der Informationskonsum der Zukunft aussehen kann. Fort von separat zu lesenden Zeitungen, Zeitschriften oder Websites hin zu plattformübergreifenden, maßgeschneiderten und Social-Media-basierten Darstellungsformen. Die Konsequenz: Die Abgrenzung zwischen klassischen Medienmarken, PR-Informationen sowie News aus dem eigenen digitalen Freundeskreis verschwimmt zunehmend. Das mag man bedauern, wird aber mehr und mehr zur Realität. Medienkompetenz ist gefragt wie nie!
Wer einmal erlebt hat, wie sich der Twitterfeed eines Unternehmens via Flipboard elegant in die News von „Spiegel“, „Stern“ & Co. einschmiegt, der kann vor den Möglichkeiten der Social Media nicht länger die Augen verschließen.


Carl-Eduard Meyer ist Geschäftsführer der dpa-Tochter news aktuell in Hamburg und twittert selbst als @streumeyer.

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