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News / Gasprojekt in der Pipeline
Bislang nur Zukunftsmusik: Werden aber alle Projekte in den kommenden Jahren realisiert, liegt im so genannten südlichen Gaskorridor bald Rohr an Rohr
15.03.2011   News
Gasprojekt in der Pipeline
 
Nord Stream in der Ostsee bekommt auf dem südlichen Korridor neue Konkurrenz. Die Trans Adriatic Pipeline soll Europa mit Erdgas aus dem Kaspischen Raum und dem Nahen Osten versorgen.
Europa bezieht heute ein Drittel seines Erdgases aus Russland. 2012 wird mit der voraussichtlichen Fertigstellung der Nord-Stream-Pipeline durch die Ostsee die Abhängigkeit von Gazprom weiter wachsen. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, will die EU neue Gasquellen erschließen. So soll die Nabucco-Pipeline, ein in Österreich initiiertes Projekt, die EU ab 2011 unter Umgehung russischen Territoriums über die Transitstaaten Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich mit den kaspischen Erdgasvorkommen und denen im Nahen Osten verbinden. Ein Baubeschluss für Nabucco wird noch dieses Jahr erwartet. Mit der PR-Arbeit für dieses Projekt wurde erst im Juni Grayling beauftragt. Allerdings tummelt sich auch Gazprom in südlichen Gefilden und plant dort in einer russisch-italienischen Kooperation den sogenannten South Stream in Konkurrenz zur Nabucco-Leitung.
In der Schweiz wurde derweil ein weiteres Projekt aus der Taufe gehoben, die 1,5 Milliarden Euro teure Trans Adriatic Pipeline (TAP). Sie soll ab 2016/17 von der Türkei und Albanien kommend Griechenland mit Italien verbinden. Beteiligt sind die EU, die Schweizer Energiefirma EGL, Statoil aus Norwegen und seit Mai E.ON Ruhrgas, die auch Anteile an Nord Stream halten. Die weltweit agierende Agentur FD wird von ihren Niederlassungen in London und Brüssel aus das Projekt Entscheidern in Politik und Industrie sowie Investoren nahebringen und die Öffentlichkeit über das Thema informieren. Man müsse den Medien verständlich machen, wie sich das Projekt in das größere energiepolitische Bild füge und dass es wirtschaftlich sinnvoll sei, erläuterte Sean Galvin von FD.
So politisch aufgeladen wie die der Konkurrenz von „Schröders Nord Stream“ und „Fischers Nabucco“ im Süden (siehe PR Report 11/2009) dürfte die Kommunikation für TAP allerdings nicht werden.
Foto: Nabucco International Company

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