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News / Künftig Brunnenbauer?
Uwe Förster, Chefredakteur
15.03.2011   News
Künftig Brunnenbauer?
 
Wir wollen das Leben aus dem Widerstand herausquetschen!“, zitierte „Bild“ US-General David Petraeus. Er ist Oberbefehlshaber der Isaf, landläufig auch Afghanistan-Schutztruppe genannt. Offiziell ist sie gern vom bewaffneten Kampf (Krieg) gegen den Terrorismus abgegrenzt worden. Ein Beispiel, warum es Zeitge- nossen so schwer fällt, die deutsche Be- teiligung in Afghanistan (und anderswo) einzuordnen. Unser Autor Bijan Peymani geht der mühevollen Kommunikationsakrobatik in Bezug auf den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan nach (Seite 12) und bemängelt das Fehlen einer sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland. Ein Ex-Militär bezeichnet die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik als „halbherzig, manchmal etwas unaufrichtig und innenpolitisch orientiert“. Die fehlende ehrliche öffentliche Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Fragen spiegelt sich nicht nur in dem mangelnden Rückhalt in Bezug auf den Einsatz am Hindukusch wider. Sie befördert auch eine in der Politik weit verbreitete Orientierungslosigkeit. Während nach Kassenlage über Wehrpflicht und Truppenstärke diskutiert wird, bleibt völlig unklar, welche Aufgaben einer Bundeswehr in einem vereinten Europa zukommen sollen und wie sie zugleich den Anforderungen künftiger Nato-Bündnisverpflichtungen gerecht werden kann.

Ein weiteres Thema dieser Ausgabe ist der Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann (Seite 18). Die Medien haben den Fall bereits lange vor dem Prozessbeginn erörtert. Experten äußern sich aus PR-Sicht zum Verhalten von Staatsanwaltschaften, der Presse und des Wettermoderators selbst.
 

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