Please wait...
News / So tickt Kommunikation in der deutschen Wirtschaft
15.03.2011   News
So tickt Kommunikation in der deutschen Wirtschaft
 
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zeichnet ein Standbild der hiesigen Wirtschaftskommunikation. Evaluations- ergebnisse zu ihrer Arbeit nutzen Kommunikatoren meist strategisch, weniger zur konkreten Budgetplanung. Von Birte Bühnen
Außer bei der Werbung lassen sich die Mitarbeiter in Kommunikations- und Marketingabteilungen von Unternehmen besonders häufig bei der Online-Kommunikation (45,4 Prozent) unterstützen. Bei der internen Kommunikation vertrauen hingegen nur 11,5 Prozent auf externe Beratung. Zu diesen Ergebnissen kommt der erste Monitor Wirtschaftskommunikation, den die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin unter der Leitung von Falk Tennert erstellt hat.
Auch die Konzeption (37,7 Prozent), Public Relations (36,9 Prozent) und und die Entwicklung einer Corporate Identity (32,3 Prozent) gehören zu den Top-Beratungsfeldern in der Zusammenarbeit von Unternehmen und externen Dienstleistern. Dagegen werden Leistungen bezüglich Corporate Responsibility (13,1 Prozent), Investor Relations (16,1 Prozent) und Social Media (16,2 Prozent) nicht so stark nachgefragt. Mit der Unterstützung zufrieden sind rund zwei Drittel der befragten Führungskräfte. Allerdings kritisieren sie vor allem das Preis-Leistungsverhältnis. Nur bei 36,9 Prozent der Auftraggeber haben sich die Erwartungen erfüllt. Zudem könnten Dienstleister gründlicher arbeiten, meinen 60,8 Prozent. Auch beim Wissen über das zu beratende Unternehmen und dessen Branche sieht die Hälfte der Befragten Defizite. Ein ähnliches Bild zeigt die Bewertung von Konzepten und Strategien, die Dienstleister für ihre Auftraggeber entwerfen. 46,2 Prozent sind mit der Zusammenarbeit in diesem Punkt zufrieden bis sehr zufrieden.
In Punkto Wirkungskontrolle dominieren Instrumente, die den mengenmäßigen Output der Kommunikationsarbeit erfassen: Clippings sammeln (80 Prozent), Reichweiten ermitteln (55,4 Prozent) und Medienresonanzanalysen (49,2 Prozent) zählen hier zu den Standards. Weit weniger systematisch gehen Unternehmen vor, wenn es um die Ermittlung der Wirkung von Kommunikationsmaßnahmen (Outcome) geht. Ein Drittel der Befragten führt beispielsweise regelmäßig Zielgruppen-Befragungen durch oder ermittelt die eigene Reputation (26,1 Prozent).
Der Monitor, an dem sich 130 Gewerbebetriebe, Informations-, Finanzdienstleister und Versicherer beteiligt haben, soll bis 2015 jedes Jahr durch eine schriftliche Befragung den Stand der deutschen Wirtschaftskommunikation ermitteln. Zentrale Fragen beschäftigen sich mit Strukturen und Instrumenten der Kommunikationsarbeit, mit Prognosen zu einzelnen Kanälen sowie den Strategien und den zu erwartenden Herausforderungen des Arbeitsalltags von Kommunikations- und Marketingverantwortlichen. Zudem beschäftigt er sich mit der Evaluation der eingesetzten Kommunikationsmittel und fragt das erwartete Ausbildungs- und Qualifikationsniveau potenzieller Mitarbeiter ab.
 

Newsletter

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein?

Magazin & Werkstatt