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„Geber“ im Bild, nicht im Rampenlicht: DieAnzeigenmotive stellen engagierte Bürger, Stifter und Spender vor
15.03.2011   News
Stiften, Engagieren und Spenden
 
Ohne Menschen, die sich unentgeltlich einsetzen, kommen viele Bereiche unserer Gesellschaft nicht mehr aus. Mit der auf drei Jahre angelegten Kampagne „Geben gibt.“ sollen diese Leistungen mehr Anerkennung finden und Helfer motiviert werden.
„Sie schlug sich für ihr Ehrenamt die Nacht um die Ohren und wurde dafür vom Arbeitgeber abgemahnt. Susanne Herter, Feuerwehrfrau aus Althegnenberg, kam nach einem Einsatz eine gute Stunde zu spät zur Arbeit. Drei Tage später wurde ihr in der Probezeit gekündigt.“ Das berichtete der „Münchner Merkur“ Anfang Februar. So kann’s gehen in Deutschland. Und doch: Immerhin 23 Millionen Menschen hierzulande engagieren sich laut einer Mitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) von vor einem Jahr ehrenamtlich. Dieses Engagement nachhaltig zu stärken und mehr Menschen dazu zu motivieren, sich freiwillig einzusetzen, haben sich die Initiatoren der bis 2011 laufenden Kampagne „Geben gibt.“ auf die Fahne geschrieben.
Unter Mitwirkung des Kabarettisten Eckart von Hirschhausen fand die Auftaktpressekonferenz im März vergangenen Jahres in Berlin statt. Bei der Veranstaltung wurde eine Studie vorgestellt: Die große Mehrheit der Befragten gab an, dass ihnen das Geben vor allem Freude, Befriedigung und Zufriedenheit gibt.
Das zentrale Moment der Kampagne ist der „Deutsche Engagementpreis“, für den man sich nicht bewerben kann. Stattdessen können die Bürger Vorschläge machen, und zwar per Postkarte oder auf der Website www.geben-gibt.de. Die Gewinner werden in fünf Kategorien („Einzelperson“, „Wirtschaft/Sozialunternehmen“, „Politik und Verwaltung“, „Dritter Sektor“ und „Publikumspreis“) ermittelt. Die Preisträger wurden zum ersten Mal am 5. Dezember 2009, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, im Deutschen Bundestag ausgezeichnet. Während die ersten vier Kategorien undotiert vergeben wurden, erhielt der Sieger des Publikumspreises 10.000 Euro, die er für ein konkretes Projekt verwenden sollte, und darüber hinaus ein auf ihn zugeschnittenes Schulungsangebot.
Über die genannten Kommunikationsinstrumente hinaus wurden folgende Instrumente eingesetzt:
„Geben gibt.“-Newsletter
Freianzeigen
Einbindung von Social Marketing (Twitter, Facebook, You Tube, studiVZ, meinVZ, schuelerVZ)
Google Adwords und Anzeigen
Distribution von Kampagnen- Informationsmaterialien (Poster, Kampagnen-Flyer, Postkarten, Aufstellung von Nominierungs-Boxen)
Presse- und Medienarbeit
Präsenz auf Veranstaltungen mit eigenem Informationsstand, darunter Freiwilligen-Börsen und Stiftungstage
Direkte Ansprache der MdBs und Länderbeauftragten für bürgerschaftliches Engagement
Personalisierte Ansprache von mehr als 12.500 Kommunen
Medienpartnerschaften mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der „Augsburger Allge-meinen Zeitung“, „Fundraiser“, „HelpTheWorld-Now“ und dem „Rotary Magazin“
Kooperationen mit Unternehmen zur Disitribution der Kampagnen-Informationsmaterialien
Im ersten Kampagnenjahr wurden mehr als 2.200 Personen, Organisationen, Vereine, Verbände und Projekte für den „Deutschen Engagementpreis“ nominiert. In der Kategorie Publikumspreis kamen per Online-Voting 38.000 Stimmen für insgesamt 20 Shortlist-Projekte zusammen. Print- und Online-Medien, Hörfunk und Fernsehen haben über „Geben gibt.“ berichtet. Allein in den Printmedien konnte eine verbreitete Auflage von circa 27 Millionen Exemplaren erzielt werden.
Im April wird die nächste Nominierungsphase für den Preis beginnen. Für dieses Jahr haben sich die Kampagnenmacher vorgenommen, vermehrt Jugendliche anzusprechen und ihnen einen eigenen Preis zu widmen. (fo)
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