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News / Total- statt Blechschaden
Akio Toyoda hatte vor einem Jahr noch gut Lachen. Mittlerweile ist es dem Chef des Autobauers und Enkel des Firmengründers Kiichiro Toyoda vergangen
15.03.2011   News
Total- statt Blechschaden
 
Der japanische Automobilhersteller Toyota hat mehr als 30 Jahre gebraucht, um sich ein Qualitätsimage aufzubauen. Mehrere technische Probleme haben es in kürzester Zeit arg beschädigt.
Mehr als 8,5 Millionen Fahrzeuge weltweit hat Toyota in die Werkstätten beordert. Außer mit defekten Gaspedalen, fehlerhaften Bremssystemen und lockeren Fußmatten muss der Autohersteller mit fallenden Imagewerten kämpfen. In Washington D.C. hat Toyota Motor Sales USA zwei Kommunikationsberatungen engagiert – das Unternehmen braucht Unterstützung angesichts von Hearings im US-Kongress. Am 25. Februar (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) wollte sich der Kongress mit der Sicherheit der Autos beschäftigten.
Bei den Beratungsfirmen handelt es sich um die Glover Park Group und Quinn Gillespie & Associates. Mit Powell Tate hatte Toyota bereits einen langjährigen Partner an Bord, der bei der Krisenbewältigung hilft. Hinzu kommen zwei weitere Agenturen, die den Autoproduzenten in der Krise unterstützen: Robinson Lerer & Montgomery sowie GolinHarris. Cindy Knight, Public Affairs-Managerin bei Toyota Motor Sales, sagte, dass die Washingtoner Niederlassung „die Kommunikation, die Arbeit in Sachen Regierungsbeziehungen und Compliance-Bestrebungen verstärkt hat, um eine möglichst zeitnahe, vollständige Information der Gesetzgeber und deren Mitarbeiter über die Anstrengungen für eine erfolgreiche Rückrufaktion und Reparaturleistung zu garantieren“. Die Büros auf dem Capitol Hill würden ebenso regelmäßig über die Entwicklung informiert wie die Medien. Händler, Lieferanten und Mitarbeiter seien in die Bemühungen integriert, mit Politikern in Kontakt zu treten.
Eine Analyse von Mainstream- und Sozialen Medien durch Dow Jones Insight zeigt, dass der Marke Toyota in den USA durch die Defekte ein empfindlicher Schlag versetzt worden ist. Zwischen 3. August 2009 und 18. Januar 2010 hatte Toyota durchschnittlich bereits 67 Prozent negative Medienabdeckung pro Woche. In der Woche des 25. Januar schoss dieser Wert auf 88 Prozent nach oben.
Foto: obs/Toyota Deutschland

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