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23.04.2008   News
"Die einheitliche Prüfung ist Illusion"
 

Mit den Versalien AKOMM und PZOK hält der Wettbewerb Einzug ins PR-Prüfungswesen. Ob das ein Vorteil ist, bleibt jedoch abzuwarten. Von Frank Behrens

Die PR-Studenten an der UMC Potsdam haben es nicht leicht. Ihr Rektor Eberhard Knödler-Bunte forciert das Prüfungs­institut AKOMM (sprich ahkomm) als Alternative zum neuen Institut der Verbände, dem PZOK (sprich pehzock).
23 UMC-Studenten haben sich nun bei der PZOK (Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft) zur Prüfung angemeldet. „Das kann man ja nun mal nicht verhindern“, sagt Knödler-Bunte, dessen AKOMM erst im Mai mit einer leicht angepassten DAPR-Prüfungsordnung prüfen will.
Bei der PZOK dagegen hat der Prüfungsbetrieb nach den Wirren der Vergangenheit im April regulär begonnen. „Regulär bis auf die Tatsache, dass wir vorläufig noch mit der alten Prüfungsordnung der DAPR arbeiten“, sagt Geschäftsführer Holger Sievert. Eine neue, eigene soll Mitte 2009 in Kraft treten. Sievert zeigt sich sehr zufrieden über den Stand der Anmeldungen. Bis Ende Juni sind rund 20 mündliche Prüfungstermine an verschiedenen Orten mit jeweils zwischen fünf und 20 Prüflingen angesetzt. Die Prüfungskommission besteht aus 50 Personen, die sich vertraglich an die PZOK gebunden haben.
Die AKOMM wurde am 22. April offiziell gegründet. Insgesamt wollen sich zehn Bildungsträger beteiligen, die Tätigkeit soll über die PR hinausgehen und auch Medien und Marketing umfassen. Initiator Knödler-Bunte ist mit den Ergebnissen des Workshops am 28. März in Frankfurt am Main so zufrieden wie Sievert mit seinen Anmeldungen: „Es waren etwa 20 Teilnehmer, sieben Bildungsträger und zwei Hochschulen anwesend.“ Er ist überzeugt, dass das Konzept, die Prüfungsinstanz bei den Bildungsträgern anzusiedeln, sich gegen das Verbandsmodell durchsetzen wird: „Der Wettbewerb wird die Qualität steigern, eine einheitliche Prüfung ist ohnehin Illusion.“ Sievert hält dagegen: „Die gern kritisierte Tatsache, dass die PZOK nicht bei den Bildungsträgern angesiedelt ist, empfinde ich als Vorteil.“
 

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