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Lebenserhaltende Maßnahmen für die Finanzmarktkommunikation
14.03.2011   News
IR im Netz oft mau
 
NetFederation untersucht jedes Jahr die Investor- Relations-Webseiten deutscher Aktiengesellschaften. Ergebnis 2010: Die Schere geht weiter auseinander.
Das Krisenjahr 2009 hat Unternehmen weltweit dazu gezwungen, ihre Strategie zur Finanzmarktkommunikation (IR) zu prüfen und den wechselnden Gegebenheiten anzupassen. Von den 110 analysierten im DAX, MDAX und TecDAX notierten deutschen Unternehmen haben das der Chemie-Riese BASF, die Deutsche Post und der Pharmakonzern Bayer am besten gemacht. Ihre IR-Seiten punkten mit einem hohen Informationsgehalt, einer thematisch geführten, schnell erfassbaren Navigation sowie umfangreichen Service- und Dialogangeboten. Wie 2009 belegen sie deshalb die ersten Plätze des Online IR-Benchmark, das die Kölner Agentur NetFederation zwischen Dezember 2009 und März 2010 durchgeführt hat.
IR-Websites sind für Aktionäre, Analysten und Wirtschaftsjournalisten oft der erste Anlaufpunkt bei der Suche nach Informationen. Vor allem die DAX-Unternehmen scheinen erkannt zu haben, dass es sich lohnt, kontinuierlich in den IR-Auftritt zu investieren. MDAX- und TecDAX-Konzerne haben hier Nachholbedarf. Deshalb wird die Schere zwischen dem Niveau der Best- und Letztplatzierten jedes Jahr größer. NetFederation nennt eine einschränkende Navigation, wenige zielgruppengerecht aufbereitete Informationen und die geringe Nutzung von Dialogmedien wie Social Media als die größten Defizite schlecht bewerteter IR-Seiten.
Weiter schließt die Agentur aus den Ranking- Ergebnissen, dass hochwertige Webseiten nicht zwingend mit viel Personal und großen Budgets umgesetzt und betreut werden müssen. Wichtiger sei es, von Anfang an ein schlüssiges Konzept mit realisierbaren Zielen zu formulieren.
Die Untersuchung der IR-Internetseiten ist Teil eines Corporate Website Benchmark, für das NetFederation regelmäßig außer der IR-, die PR-, HR- und CSR-Präsenz sowie das Profil von Unternehmen im Internet vergleicht, um daraus auf die Qualität und Organisation der Online-Kommunikation der analysierten Unternehmen zu schließen.(bb)
Foto: GETINGE AB/Siemens

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