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News / Nicht nur „Bravo goes green“
14.03.2011   News
Nicht nur „Bravo goes green“
 
Die neuen Ökos heißen Lohas – Menschen, die einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil bevorzugen. Anders als ihre geistigen Väter gehören sie oft zu den Besserverdienern, einer schmalen Zielgruppe. Zu schmal, um einen nachhaltigen, umwelt- und sozialverträglichen Lebensstil vom Trend zur Gewohnheit zu machen, wie es nicht nur Aktivisten fordern. Das könnte sich nun ändern. Im Rahmen einer Projektstudie hat das UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) Empfehlungen erarbeitet, mit denen es Medienunternehmen gelingen soll, nachhaltige Themen wie fairen Handel, Klimawandel, Energie- und Ressourceneffizienz, Ernährung und Biolebensmittel besser in bestehenden und neu zu entwickelnden Formaten des Unterhaltungsfernsehens, in Print und im Web 2.0 aufzugreifen.
Vor allem Web 2.0- und cross-mediale Ansätze besitzen demnach ein hohes Potenzial, um Menschen zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu bewegen. Zehn Beispiele dokumentieren, wie nachhaltige Themen erfolgreich und massenwirksam vermittelt werden können. Sogar die Jugendzeitschrift „Bravo“ versucht seit April 2009 unter dem Motto „Bravo goes green“ junge Leser für den Klimawandel zu sensibilisieren. Um nachhaltiges Verhalten dauerhaft medial begleiten zu können, empfiehlt CSCP den Aufbau eines webbasierten Kompetenzzentrums als Anlaufstelle für Medien; zudem finanzielle Unterstützung bei Forschungsprojekten und die Schaffung von Weiterbildungsangeboten.(bb)

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