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News / Münster: Gut versorgt und ohne Schmerzen
Hammer im Kopf: Besonders nach Operationen leiden Patienten an Schmerzen
14.03.2011   News
Münster: Gut versorgt und ohne Schmerzen
 
Dem Kolumnisten der „Süddeutschen Zeitung“ schwante nichts Gutes, als er berichtete, dass Münster zur „schmerzfreien Stadt“ wird. Dahinter steckt ein ernsthaftes Projekt. Von Birte Bühnen
Wenn man den Initiatoren glaubt, ist diese Studie in ihrer Art und Größe weltweit einzigartig: Sechs Krankenhäuser, alle Hospize und Palliativstationen, zwei Schmerzpraxen und 20 Pflegeeinrichtungen Münsters werden in den kommenden drei Jahren den Ist-Stand ihres Schmerzmanagements erheben, dokumentieren und bewerten. Ziel des einrichtungsübergreifenden Projekts ist es, „Wissens- und Versorgungslücken an den Schnittstellen städtischer Gesundheitseinrichtungen zu erkennen und zu schließen“, um damit den Patienten eine möglichst schmerzfreie Betreuung zu ermöglichen. Denn, so betont das Aktionsbündnis, mehr als 80 Prozent der Patienten litten nach operativen Eingriffen an Schmerzen – eine Zahl, die sich mit Hilfe einer genaueren Abstimmung zwischen den behandelnden Einrichtungen verringern ließe. Das Modellprojekt „Aktionsbündnis Schmerzfreie Stadt Münster“ wird von der Stadt Münster, dem Land Salzburg und dem Unternehmen Mundipharma aus Limburg gefördert. 14 Kooperationspartner, darunter die Apothekerkammer Westfalen-Lippe und die Barmer GEK, unterstützen die Studie ideell. Über die Projektkosten ist nichts bekannt.
Kommunikativ konzentriert sich die Aktion auf die Website www.schmerzfreie-stadt.de. Darüber hinaus will das Bündnis Informationsveranstaltungen für Bürger, Angehörige und Patienten organisieren, um über Schmerz und Schmerzvermeidung aufzuklären. Auf Pressekonferenzen, in Mitteilungen und Interviews sowie mittels Medienkooperationen sollen bis zur Abschlusspräsentation 2013 Zwischenergebnisse vorgestellt werden.
Anna Jensen, bei der Frankfurter Agentur Dorothea Küsters Life Science Communications für die nationale Pressarbeit des Projekts zuständig, berichtet von 14 Beiträgen unter anderem in der „FAZ“, „Prisma“ und der „Ärzte-Zeitung“ mit einer Reichweite von mehr als elf Millionen Lesern. Seit dem Start am 23. März soll auf 40 Internetseiten über das Projekt berichtet worden sein. Die Lokalmedien betreut die Münsteraner Agentur cyrano.
Foto: Fotolia/Laurin Rinder
 

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