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News / Differenzierungsprobleme
Uwe Förster, Chefredakteur
14.03.2011   News
Differenzierungsprobleme
 
Die Banken hätten nichts dazu gelernt, heißt es nahezu einhellig. Alles laufe so weiter, wie vor Beginn der Krise. Auch kommunikativ. Zugleich werden deutliche Quartalsgewinne bekannt gegeben, von der Citigroup etwa, von der Bank of America und der UBS. Investoren würden der Finanzkraft der Banken wieder trauen, schreibt das „Handelsblatt“. Und da ist es wieder, das Vertrauen in Banken, das so schwer zu fassen ist und offenbar so unterschiedlich bewertet werden kann. Einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft A.T. Kearney zufolge, sind Kunden vor allem ihres Vertrauens in ein abstrakt anmutendes Bankensystem verlustig gegangen. Die Beziehung zu ihren Beratern dagegen hätten die meisten als gut bezeichnet. Dem steht eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung gegenüber, die unser Autor Bijan Peymani in seinem Beitrag „Gut geblufft“ (Seite 12) zitiert: 41,6 Prozent der Bundesbürger würden ihrem persönlichen Bankberater misstrauen.

Die Legende vom Banker, der sich als einziger im Dschungel eines komplexen Finanzsystems zurechtfindet, hat sich als Märchen erwiesen. Seines Mythos’ völlig beraubt wird er, wenn sein Geschäft für alle durchschaubar würde. Transparenz kann sein Interesse nicht sein.

Am 22. April haben wir in Berlin die PR Report Awards 2010 verliehen. Unser Dank gilt allen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, der Jury, den Sponsoren und den Gästen auf der Gala. In der Mitte dieser Ausgabe befindet sich die Dokumentation der Finalisten und Preisträger. Unter www.prreport.de/awards können Sie zudem Eindrücke von der Veranstaltung in Bild und Ton sammeln.

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