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14.03.2011   News
Uneinheitlich
 
Mehr Licht als Schatten hat das Krisenjahr 2009 der österreichischen Agenturszene beschert. Etwa zwei Drittel der PR-Anbieter im „ExtraDienst“-Ranking warten mit Zuwächsen ihrer Netto-Honorarumsätze auf.
Die Schwankungsbreite der Umsatzveränderungen ist groß – von plus 69 Prozent der Agentur Lautstark (Platz 19) bis zu einem Minus von 49 Prozent bei alphaaffairs (Rang elf). Unter den Top Ten fällt jedoch nur der Zweitplatzierte Matrix Communications mit einem Umsatzrückgang auf. Dies dürfte allerdings vor allem auf interne Probleme der Agentur zurückzuführen sein: Nachdem bekannt geworden war, dass Peter Hochegger in die so genannte BUWOG-Affäre verwickelt ist (PR Report 11/09), wurde aus Hochegger|Com zunächst Q-Com, kurze Zeit später die Martrix Communications Group (Martrix Public Relations und Public Affairs, Martrix Cross- media und Martrix International) mit den Geschäftsführenden Gesellschaftern László Jakabffy und Wolfgang Krainz. Zumindest Hocheggers Verstrickungen dürften dem Geschäft der Agentur nicht zuträglich gewesen sein. Jüngst gab die Telekom Austria ihre Zusammenarbeit mit Martrix in Sachen PR auf und wandte sich dem Marktführer Pleon Publico Public Relations & Lobbying zu.
Prozentual deutlich gesteigert hat erneut der Viertplazierte, Ecker & Partner, seinen Umsatz, und zwar um 14,4 Prozent (Vorjahr: plus 24,9 Prozent). Die Agentur profitierte, wie es heißt, vor allem von der Nachfrage nach Krisen-PR und Public Affairs. Ecker & Partner gehört der Unternehmensgruppe Leading Advisors Group (LEAD) an. Dazu zählen Change Communications von Wolfgang Rosam (Platz 5 im Ranking), Brainbows (9), Public Interest (10), BBC (20) und das Institut für Strategieanalysen (18). Die Gruppe nimmt für sich in Anspruch, Nummer eins unter Österreichs Agenturen zu sein. Tatsächlich kommen die sechs genannten zusammen auf 15,8 Millionen Euro, 1,6 Millionen Euro mehr als Pleon Publico. Und der Verbund will weiter wachsen: Zuletzt kamen eine Marketingberatungsfirma und eine Internetagentur hinzu, bis Ende des Jahres sollen zehn Partner unter der Marke LEAD versammelt sein, die außer klassischer Werbung alle wichtigen Kommunikationsdisziplinen anbieten. (fo)
 

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