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14.03.2011   News
Krise hinterlässt Spuren
 
Nach Stagnation im Jahr 2008 ging der Netto-Honorarumsatz dem Ranking des Bundes der PR-Agenturen der Schweiz (BPRA) zufolge im letzten Jahr insgesamt um 9,2 Prozent zurück.
Der Umsatz der 19 gelisteten Agenturen fiel damit von 71 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr auf 64,5 Millionen Franken. „Dieser Rückgang von über neun Prozent ist zwar schmerzhaft, liegt aber deutlich unter jenem anderer Kommunikationsdisziplinen wie Werbung“, sagte der Präsident des BPRA und Chairman von Burson-Marsteller Schweiz, Roman Geiser, anlässlich des Jahresmediengesprächs des BPRA. Geiser war Anfang des Jahres zum Chef des Verbands und damit zum Nachfolger Peter P. Knobels gewählt worden.
Sieben der zehn führenden Agenturen im Ranking weisen negative Umsatzentwicklungen auf. Nur Farner Consulting und Burson-Marsteller auf den vorderen Positionen sowie die Pleon C-Matrix Group, die Schweizer Agentur von Ketchum Pleon, wuchsen leicht. Deutliche Einbußen musste dagegen Trimedia Communications hinnehmen. Die Agentur firmiert seit Anfang des Jahres mit den bisherigen Schwesterunternehmen Grayling und Mmd unter der Marke Grayling. Das führte unter anderem dazu, dass der bisherige CEO Martin Zahner die Agentur ebenso verließ wie die Geschäftsführerin von Trimedia Zürich, Ursula Eggenberger, und das St. Gallener Agenturteam.
Gründe für den schwierigen Markt des vergangenen Jahres sehen die Agenturen in den durch die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise hervorgerufenen Budgetreduktionen sowie in einem generell volatileren Marktumfeld. Die Markterhebung zeige, „dass es kein strategisches Patentrezept oder keinen eigentlichen Königsweg im Jahr der Wirtschaftskrise gab“, konstatierte Geiser. Der sich in den vergangenen Jahren abzeichnende Trend zu verstärkter Spezialisierung und der Zwang zur Größe hätten sich nur leicht fortgesetzt. Wachstumsmöglichkeiten sehe die Mehrheit der Agenturen in digitalen Medien (Social Media, Online-PR, Web-Dienstleistungen) und im Bereich des Reputationsmanagements und Vertrauensaufbaus. Positive Signale für Nachfrage nach Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sendeten die Branchen Energiewirtschaft, Pharma/Medtech/Biotech, die Politik und die öffentliche Hand. (fo)
 

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