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News / Kündigung als ein Signal
20 Jahre in BBDO-Companies: Frank Behrendt
14.03.2011   News
Kündigung als ein Signal
 
Frank Behrendt, bislang CEO von Ketchum Pleon Germany, hat seinen Anstellungs-vertrag nicht verlängert. Nun soll ein Führungsquartett dafür sorgen, dass der Verschmelzungsprozess voranschreitet.

„Love it, change it or leave it“ ist einer der Leitsätze, die Behrendts Handeln bestimmen. Zumindest mit dem „change“ hatte er bei der Integration von Ketchum und Pleon offenbar so seine Probleme. Zu langsam, zu umständlich, zu bürokratisch müssen dem 46-Jährigen die US-amerikanischen Spielregeln vorgekommen sein. Geärgert hat ihn nach eigener Aussage beispielsweise der verschleppte Merger am wichtigen Standort München, für den er reichlich Pläne geschmiedet habe – die aber nie umgesetzt worden seien. Jetzt ist dort von einer Lösung in diesem Sommer die Rede. Behrendts Vertrag läuft im Januar 2011 aus. Bis dahin wird er dem Unternehmen voraussichtlich erhalten bleiben und die Mitarbeiter bei der Stange halten.
Künftig wird Ketchum Pleon Deutschland also von einem „Executive Board“ geführt. Außer Europa-Chef Timo Sieg als Executive Chairman gehören ihm die Leiter der zwei größten Büros in Deutschland, Christiane Schulz (Berlin) und Dirk Popp (Düsseldorf) sowie David Scott als CFO an.
Kurz vor Behrendts Kapitulation hatte Ketchum Pleon einen erfolgreichen Pitch vermeldet: Die Agentur hat das Rennen um den Kommunikationsetat des Bundesministeriums der Finanzen gemacht. Das Berliner Büro hatte sich dafür mit BBDO Berlin und Pleon Event + Sponsoring zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen. Das Trio darf in den nächsten zwei Jahren das Ministerium und Minister Wolfgang Schäuble dabei unterstützen, wichtige Weichenstellungen in der Finanz-, Steuer- und Haushaltspolitik zu kommunizieren. Welche Weichenstellungen das sein sollen, wurde nicht veröffentlicht. Da es in Sachen Steuerpolitik derzeit noch reichlich Abstimmungsbedarf in der Regierungskoalition geben dürfte, werde sich, wie zu hören ist, ein größeres Engagement der Agenturen vermutlich um die Haushaltspolitik drehen. (fo)
 

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