Please wait...
News / Marketingakademien noch zurückhaltend
28.02.2008   News
Marketingakademien noch zurückhaltend
 

Holger Sievert mag keine Wasserstandsmeldungen. Zu verworren ist die Lage rund um die von ihm gemanagte PZOK – jenes Wortungetüm, das mit „Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft“ ein ewiges Politikum bezeichnet. Denn genau ein Jahr nach dem PZOK-Beschluss der drei PR-Verbände herrscht Chaos.

Am Montag machte ein Brief aus Potsdam die Runde, in dem Eberhard Knödler-Bunte (UMC) verkündete: „Der Geburtsfehler der (...) PZOK war von Anfang an, dass die Bildungsträger an ihrer Entstehung und ihrer Konzeption nicht beteiligt sind.“ Verbände seien abhängig von wechselnden Strömungen. Schlusssatz: „Wir denken, es ist Zeit, dass die Bildungsträger die Sache der Prüfung selbst in die Hand nehmen.“

Hinter der von Knödler-Bunte vorgeschlagenen „Akademie für Kommunikationsmanagement“ (AKOMM) stehen Teile des früheren Personals der Deutschen Akademie für Public Relations (DAPR). Die soll nicht mehr prüfen, sondern nur noch ausbilden. Jedoch: „Warum die Pferde tauschen, wenn sie sich bewährt haben?“, fragt Knödler-Bunte und argumentiert, die PZOK fange, folge man der Tagesordnung eines für gestern geplanten Workshops mit den Ausbildern, „wieder bei Null an“.

Mit ins AKOMM-Boot solle die Konferenz der Akademien für Kommunikation, Marketing, Medien e.V. (KDA), heißt es in Potdsam. KDA-Präsident Matthias Lung bleibt aber vorerst zurückhaltend: Man sei informiert und beobachte die Situation, sagt der Chef der BAW in München und verweist auf eine Versammlung der KDA Anfang März.

Die AKOMM-Initiative zeigt den Frust von Ausbildern, die den Eiertanz der vergangenen Jahre leid sind – und deren Zeitfenster für eigene Interessen sich schließt, sollte der Workshop  gestern gut gelaufen sein. Aber mit Wasserstandsmeldungen ist es in diesen Tagen nicht einfach. (sv)
 

Newsletter

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein?

Magazin & Werkstatt