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09.12.2010   News
Atkon gewann Fifa für WM in Katar
 

Die Presse spart nicht mit Kritik an der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2022 an Katar. Von „Kulturschock“ („Blick“) ist da die Rede, der Wahl hafte „etwas Irrationales an“ („NZZ“). Den Skeptikern hält Markus Cramer entgegen, dass sie offenbar die Bewerbung des Emirats nicht haben nachvollziehen können. „Expect Amazing“ sei die Leitidee der Kandidatur gewesen, und der Vorsitzende der Bewerbungskommission habe nach der Multimedia-Präsentation im September bestätigt: „This is amazing!“, berichtet der Marketingvorstand der Atkon AG.

Die Bewerbung für eine Fußball-WM besteht aus Kommunikationssicht im Prinzip aus drei Teilen: Bewerbungsbuch, Präsentation im Land des potenziellen Ausrichters und Vorstellung beim Fußball-Weltverband Fifa in Zürich. Atkon war von Katar nach einem viermonatigen Pitchmarathon gegen internationale Wettbewerber im März dieses Jahres für den zweiten Teil engagiert worden.
In den darauffolgenden sechs Monaten ließ der Spezialist für Live-Kommunikation – ähnlich wie bei der Bewerbung der Deutschen Bahn um ein Schienenprojekt in Katar (PR Report 1+2/2010) – ein 1.000 Quadratmeter großes Gebäude errichten. Daraus wurde dann eine Erlebniswelt mit drei Pavillons, die von den Fifa-Entscheidern bei ihrer dreitägigen Erkundungstour im September besucht wurde. Das 750 Seiten starke Bewerbungsbuch wurde in eine Live-Präsentation übersetzt, die Fragen zu Infrastruktur, Gestaltung der Stadien, Einsatz „grüner Technologien“, Marketing und Nachnutzung beantwortete. Höhepunkt - außer dem Auftritt von Fußball-Idol und Bewerbungsbotschafter Zinedine Zidane - war eine halbstündige 3-D-300-Grad-Show, im Rahmen derer die Fifa-Delegation ohne Zuhilfenahme von 3-D-Brillen eine virtuelle Reise ins Jahr 2022 unternahm. Damit konnte der Wüstenstaat, der mit seiner Bewerbung um die Olympischen Spiele 2016 in der Vorausscheidung gescheitert war, offenbar nachhaltig punkten.
Ob und inwieweit die Atkon AG (Berlin, Essen, Wiesbaden, Doha) weiterhin in die Kommunikation der WM 22 eingebunden sein wird, wird sich in den kommenden Monaten herausstellen. Zunächst löst sich das Bewerbungskomitee auf, und es wird Anfang des Jahres eine Projektgesellschaft für die Großveranstaltung am Persischen Golf gegründet werden.

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