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News / Auf der Suche nach Boris Becker
23.11.2007   News
Auf der Suche nach Boris Becker
 

Publicity ist Teil der Vermarktungsstrategie von Prominenten. Aber im Gegensatz zu Anderen weiß man bei Becker nie genau, woran man ist.

Dieter Bohlen beispielsweise hat seine Rolle gefunden und lebt sie in allen Facetten aus. Sei es als DSDS-Jurist oder in Form seines Buches „Nichts als die Wahrheit“ – man muss Bohlen nicht mögen, aber er liefert, was von ihm erwartet wird. Und er macht seine Sache gut.
Was auch immer Medienberater wie einst Robert Lübenoff dem Tennisspieler geraten haben – zu einem einheitlichen Gesamtbild seiner Person hat das nicht geführt. Verwunderlich erschien es, dass er plötzlich um das Sorgerecht für seine siebenjährige Tochter Anna kämpft, die er zuerst gar nicht wahr haben wollte. In der „Bild“ sagte er dazu, dass es sich dabei nicht um einen PR-Gag handele. Und dann? Dann erscheint, nein, kein Tennis-Buch aus der Feder des jüngsten Wimbledon-Siegers aller Zeiten, sondern ein Erziehungs-Ratgeber! Und das von einem, der von seiner Frau nach der „Besenkammer-Affäre“ verlassen wurde, und der das Produkt dieser Affäre erst verleugnete. Dann die Mär vom Samenklau und ein Kind das aussieht wie eine Miniaturversion von Becker persönlich.
Und nicht nur das, in dem Buch schreibt Becker auch über seine, beim Texten der Zeilen aktuelle Freundin Sharlely Kerssenberg und sinniert über eine neue „Frau Becker“. In der „Gala“ erscheint eine schmalzige Titelgeschichte über Boris und seine Flamme, die mit dem Wort „Hochzeit“ endet. Der nach der Scheidung von Barbara Feltus mit zahlreichen Frauengeschichten auffällig gewordene Becker bald wieder in festen Händen? Von wegen! Boris musste seinen 40. Geburtstag wieder als Single feiern.
Was bleibt, ist der ewig getriebene Boris. Jemand, der zwar ein Erziehungsbuch verfasst, aber immer noch nicht seine Familie gefunden hat.
Ist das auch Teil seiner Strategie?  (pb)

 

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