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22.10.2010   News
Sie sind’s zufrieden
 

Nicht die Berater, nicht die Geschäftsleiter, auch nicht die Eigentümer, nein, die Praktikanten sind die Glücklichsten in deutschen PR-Agenturen. Fast scheint es so, als habe sich die Generation Praktikum mit ihrem Schicksal arrangiert.

Zumindest, wenn man dem aktuellen PR-Trendmonitor von news aktuell und Faktenkontor glaubt, für den 2.270 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen in der Zeit vom 30. August bis zum 13. September online befragt wurden. Demnach sind 83,3 Prozent der Agentur-Praktikanten zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer derzeitigen beruflichen Situation. Junior-Berater sind es hingegen nur zu 57,7 Prozent.
In den Pressestellen von Unternehmen, Verbänden und Verwaltungen zeigt sich ein anderes Bild: Hier steigt die Stimmung angefangen von den Praktikanten (50 Prozent) über die Assistenten (66,3 Prozent) und Sachbearbeiter (73,9 Prozent) bis hin zu den Pressesprechern (75,9 Prozent). Am frohsten über ihre berufliche Situation sind die Leiter der Unternehmenskommunikation (82,3 Prozent), gefolgt von den Volontären (80 Prozent). Nun kann man spekulieren, ob die Volontäre glücklich sind, weil sie dem Prekariat entronnen sind, und die Chef-Kommunikatoren, weil sie sich Freiräume erarbeitet haben.
Sicher ist, dass die meisten Zufriedenen die Frage, warum sie es denn sind, damit beantwortet haben, dass sie interessante und vielseitige Aufgaben erfüllen und Freude an der Arbeit haben. Zudem sagen 61,3 Prozent der Agenturangestellten von sich „im Job erfolgreich“ zu sein. Diese Aussage teilen nur 50,8 Prozent der in den Pressestellen Beschäftigen. Dagegen gibt die Hälfte der Unternehmenskommunikatoren an, dass ihre Arbeit vom Vorgesetzten anerkannt wird, was hingegen nur knapp ein Drittel der PR-Berater sagen.
Die entscheidenden Faktoren für berufliche Frustration sind fehlende Entwicklungsmöglichkeiten in Pressestellen (69,1 Prozent) und zu geringe Bezahlung in Agenturen (66,3 Prozent).
Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass sich gut ein Drittel der Mitarbeiter von Pressestellen an zu viele Vorgaben gebunden fühlt, aber weit weniger als noch 2009 (40,4 Prozent). Dafür hat der Zeitdruck in Pressestellen zugenommen (2009: 22,3 Prozent/2010: 28,5 Prozent). Mitarbeiter von Agenturen fühlen sich im Vergleich zum Vorjahr weniger an Vorschriften gebunden (2009: 10,8 Prozent/2010: 4,5 Prozent), weniger unterbezahlt (2009: 71,6 Prozent/2010: 66,3 Prozent) und weniger gestresst (2009: 35,1 Prozent/2010: 28,1 Prozent).  (bb)
 

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