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News / „Über das Aufspüren von täuschenden Aussagen in Telefonkonferenzen“
20.10.2010   News
„Über das Aufspüren von täuschenden Aussagen in Telefonkonferenzen“
 

So lautet der Titel der Studie, die von David Larcker und Anastasia Zakolyukina an der Standford University angefertigt wurde. Ziel war es, einen Kriterienkatalog zu entwickeln, anhand dessen Analysten erkennen können, wenn Finanzvorstände in Telefonkonferenzen zur Unwahrheit übergehen.

Dazu wurden Mitschriften von 30.000 Telefonkonferenzen aus den Jahren zwischen 2003 und 2007 ausgewertet. Der Lehman-Finanzvorstand hat beispielsweise bei der Konferenz kurz vor dem Zusammenbruch der Bank 14 Mal das Wort „großartig“, 24 Mal das Wort „stark“ und achtmal das Wort „unglaublich“ verwendet. Dabei stand es schon längst nicht mehr gut um seinen Arbeitgeber. Wer sich also über den Klee lobt, lügt sich meist in die Tasche. Weitere Erkenntnis: Immer wenn der Duktus vom „Ich“ zum „Wir“ wechselt, ist Vorsicht geboten. Auf diese Weise entledigt man sich der persönlichen Verantwortung – meist nicht ohne Grund.
 

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