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News / Fink & Fuchs bringt WeTab unters Volk
19.08.2010   News
Fink & Fuchs bringt WeTab unters Volk
 

April 2010. Christian Soult fängt als Pressesprecher bei der WePad GmbH an. Am 12. des Monats findet die Pressekonferenz in Berlin statt, auf der das Unternehmen seinen Tablet-PC WePad vorstellt. Vielleicht der große Gegenspieler des iPad?

Die Präsentation verläuft, sagen wir: unglücklich, das Medienecho fällt negativ aus, Zweifel an den Erfolgsaussichten werden laut. Am 26. April soll es mit funktionierenden Geräten besser laufen. Und das tut es, allerdings vor weniger Medienvertretern.
August 2010. Christian Soults Job hat nichts von seiner Spannung eingebüßt. Sein Unternehmen hat das PR-Mandat für die Kommunikation rund um den Launch des Tablet-PCs in die Hände von Fink & Fuchs Public Relations gelegt. Der Auftrag des Münchner Agenturbüros umfasst Strategieberatung, Medienbetreuung und Social Media-Beratung. Der Tablet-Computer soll im September auf den Consumer-Markt kommen. Ein Linux-basierter Stand-Alone-Computer für den Massenmarkt, wie Soults erläutert, dessen Markteinführung ohne Werbung auskommen soll.
In den vergangenen mehr als vier Monaten hat sich allerdings einiges getan. Seit dem 7. Mai heißt die Berliner WePad GmbH WeTab, ein Joint Venture der 4tiitoo AG und der Neofonie GmbH, und das WePad WeTab ­ „um unser Produkt am internationalen Markt für Tablet-Computer noch deutlicher abzugrenzen“, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Apple-Konkurrenz mit dem Unterhaltungsprodukt iPad bringt seit dem Verkaufsstart im April angeblich im Schnitt weltweit mehr als eine Million Geräte pro Monat an Mann und Frau. Der zuvor unterentwickelte Markt ist weniger übersichtlich geworden, die Zahl der Wettbewerber nimmt stetig zu. Im November soll beispielsweise ein Google-Tablet herauskommen, schon im Oktober das Eee-Tablet von Asus. Nicht zu reden vom 1&1 SmartPad, das es seit Juli allerdings nur für DSL-Neukunden des Internetdienstleisters gibt.
Die Nachfrage nach Tablets wird Marktforschern zufolge steigen. Dem WeTab wird es unter anderem helfen, dass der flache Rechner einige technische Vorteile hat, etwa den der Flash-Unterstützung im Gegensatz zum iPad. Auf jenem „Massenmarkt“ wird jedoch der Preis eine entscheidende Rolle spielen. Und vielleicht auch, wie lange das WeTab seinen Nimbus als „deutscher iPad-Killer“ aufrechterhalten kann. (fo)

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