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14.09.2007   News
DPRG zeichnet von der Leyen aus
 
Tagelang hatte sich das Bundesfamilienministerium geziert, die Presseinformation freizugeben, die gestern Nachmittag über die Bildschirme flimmerte. Dabei hatte Ministerin Ursula von der Leyen längst signalisiert, sie werde den Deutschen PR-Preis 2007 der DPRG am heutigen Freitagabend in Wiesbaden persönlich in Empfang nehmen.
Der PR-Berufsverband will die „Kommunikatorin des Jahres“ dafür würdigen, dass sie es „mit vorbildlichem Einsatz der Kommunikation geschafft“ habe, „den Umdenkungsprozess zu den familienpolitischen Themen in unserer Gesellschaft in Gang zu setzen“, wie DPRG-Präsident Ulrich Nies formuliert. Allerdings hatte von der Leyen im Zusammenhang mit „PR“ vor gut zwei Wochen eine unangenehme Geschichte auf dem Tisch: Über Materndienste und Footage-Material versuchten die Medien eine Skandalgeschichte zu konstruieren. „Unsere Schleichwerbungsministerin – Jetzt bekommt sie auch noch einen PR-Preis!“ – Diese Schlagzeile wäre inhaltlich grundverkehrt, aber möglich, wie die Angelegenheit gezeigt hat.Unterdessen laufen in der Berliner Beraterszene die Aufräumarbeiten nach der aus SWR-Kreisen induzierten Geschichte. Das Hadern damit, dass etwa der Agenturverband GPRA recht spät Stellung bezog, ist vor-über – aber es bleibt bei manchem der Beteiligten ein ungutes Gefühl über Kollegen, die „im Gespräch Solidarität heucheln und hintenrum ihre Aufträge bei Schlenker stornieren“. Die Firma hatte Radiobeiträge geliefert und war wie A&B One in den Schlagzeilen.Offenbar hatte sich die PR-Branche – wieder einmal – als nicht sprachfähig erwiesen. Es bedurfte schon der subkutanen Intervention profilierter Köpfe in den auftraggebenden Ministerien. Diese Leute wiederum beraten Politiker, in deren Glanz sich eine ganze Branche sonnen kann.  (sv)

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