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20.05.2010   News
Internet, Internet und… Internet
 

Die Zukunft der Unternehmenskommunikation besteht aus: Erstens Internet. Zweitens Internet. Drittens Internet. Jedenfalls, wenn man dem „Monitor Wirtschaftskommunikation 2010“ glaubt, für den die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin im Februar und März 1.069 Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen (Rücklauf n=130) befragt hatte. Die Studie soll auch in den kommenden Jahren erhoben werden.

92 Prozent der 130 antwortenden Kommunikationsverantwortlichen erwarten, dass die Online-Kommunikation in den kommenden Jahren wichtig oder sehr wichtig wird. 83 Prozent erwarten das von der Online-Werbung und 82 Prozent von der Social Media-Kommunikation. Erstens Internet. Zweitens Internet. Drittens Internet. Auf Rang vier immerhin folgt mit 77 Prozent eine erste Offline-Disziplin: interne Kommunikation. Am Ende der Skala rangieren Disziplinen weitab der PR: Printwerbung (sieben Prozent), Fernseh- und TV-Werbung (acht Prozent) und Außenwerbung/Ambient Media (15 Prozent).
Ähnlich Online-lastig ist auch die Einschätzung der anstehenden Herausforderungen. 59 Prozent sehen die – das darf wohl hinzugefügt werden: nicht zuletzt online indizierte – Informationsflut als große Herausforderung an, 57 Prozent das Internet (!), 50 Prozent den Bedeutungsverlust klassischer Medien. Erstens, zweitens,… Auf Platz vier folgt die Furcht vor schrumpfenden Budgets (47 Prozent). Ironischerweise werden die EDV-Fähigkeiten als die kleinste Herausforderung erachtet – kein Problem mehr in Zeiten, da die digitalen Eingeborenen langsam die Büros übernehmen.
Nur konsequent ist es da, dass das Internet mittlerweile auch der wichtigste Weg für die Rekrutierung neuen Personals ist. 79 Prozent nennen die eigene Website und 71 Prozent Online-Jobbörsen. Mit Abstand folgen persönliche Empfehlung (54 Prozent), Anzeigen in Tageszeitungen (53 Prozent), Unis/Hochschulen (48 Prozent) und Jobbörsen in Fachmedien (35 Prozent). Am Ende rangiert die Arbeitsagentur mit 14 Prozent.
Die Studie fragte auch nach der kontinuierlichen und häufigen Unterstützung durch externe Dienstleister. 67 Prozent nannten den Bereich Grafik und Design, 53 Prozent die Printwerbung, jeweils 45 Prozent Online-Werbung und Online-Kommunikation, 38 Prozent Konzeption sowie 37 Prozent Public Relations. Sieht so aus, als gäbe es hier noch Potenzial für die eine oder andere PR-Agentur.
Da wir schon bei den Dauerbrennern sind: Anders als von den entsprechenden Anbietern seit Jahren prognostiziert, ist das Sammeln von Clippings immer noch mit Abstand das wichtigste Evaluationsinstrument: 80 Prozent sagten, sie setzten es „kontinuierlich“ oder „oft“ ein.  55 Prozent behaupteten dies von der Reichweitenermittlung und 49 Prozent von der Medienresonanzanalyse. Bemerkenswert: Bisher setzen nur 27 Prozent kontinuierlich Social Media-Monitoring ein. Offenbar gibt es eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.  (fb)  
 

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