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29.04.2010   News
Von Beruf: Social Media-Manager
 

Unternehmen sollten einen Social Media-Officer für ihr Web 2.0-Engagement einsetzen, wird Alexander Felsenberg, der ehemalige Präsident des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), erst Ende vergangener Woche auf der Online-Präsenz des Branchenblatts „Horizont“ wiedergegeben. Doch woher nehmen? Die Antwort folgte prompt.

Anfang dieser Woche machte Mirko Lange, Inhaber der Agentur talkabout communications aus München, auf ein neues Angebot der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW) aufmerksam: Innerhalb von sechs Wochen kann man sich dort zum Social Media Manager ausbilden lassen. Lehrgangsleiter ist Lange selbst. Er verspricht: „Als Social Media Manager kennen Sie die relevanten Mechanismen und die Tools des Social Web. Sie können Ihren Kollegen im Marketing, in der Unternehmenskommunikation ja sogar im Kundenservice oder in der Personalabteilung neue, spannende Wege eröffnen, ihre Ziele besser zu erreichen.“
Doch wer will schon auf Tipps von einem Kollegen hören, der sich zwar mit dem Titel Social Media Manager schmücken darf, der aber ansonsten wahrscheinlich weder Fisch (Kommunikation) noch Fleisch (PR) ist? Denn so, wie Social Media bei der BAW offenbar am Marketing aufgehängt sind, so sind sie auch in vielen Unternehmen zunächst ein Instrument der Absatzförderung und des Beschwerdemanagements.
Jüngstes Beispiel: Der Fastfood-Gigant Mc Donald’s. Mitte April installierte das Unternehmen Rick Wion als Social Media-Direktor. Doch, wie in verschiedenen Fachmedien zu lesen ist, gehört nicht die Koordination des von der PR beschworenen Dialogs mit den Anspruchsgruppen im Mitmach-Web zum Kern seiner Aufgaben, vielmehr soll Wion dafür sorgen, dass das digitale Marketing und die Online-Kundenbetreuung der Burger-Kette ausgebaut werden.
Auch wenn viele Kommunikations- und PR-Fachleute zurzeit auf der Social Media-Welle surfen, werden sie um die Führerschaft in diesem Gewässer noch hart kämpfen müssen. Doch braucht es dazu eines neuen Titels? Die Anfang des Jahres gegründete Webinar-Anbieter Social Media Akademie verzichtet jedenfalls auf solch ein Wortgeklingel.  (bb)

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