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26.07.2007   News
Schulkommunikation: Bonus-Punkte ungeeignet
 
Das Verfahren ging bis in die letzte Instanz: Der Bundesgerichtshof entschied kürzlich, dass der Cerealien-Hersteller Kellogg’s Schüler nicht mehr dazu auffordern darf, so genannte Tony Taler zu sammeln. Diese Treuepunkte mit dem Bild des Produkt-Maskottchens „Tony Tiger“ hatten sich im Jahr 2003 auf den Packungen befunden. Sammelten Schüler 50 Punkte, bekamen sie ein Badminton-Set für den Sportunterricht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fand das nicht gut, zog gegen Kellogg’s vor Gericht – und bekam nun Recht.
Von Kellogg’s ist zu hören, seit der Tony-Taler-Aktion habe man sich auf unverfängliche Maßnahmen beschränkt: Das Unternehmen ist beispielsweise langjähriger Unterstützer von Jugend trainiert für Olympia, betreibt Ernährungsaufklärung und stellt Informationsmaterial bereit, das auch von Schulen angefordert wird. Das Gericht wendet sich nicht grundsätzlich gegen das Engagement von Unternehmen an Schulen. Nur handele es sich hier um Werbung, die geeignet sei, die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen auszunutzen. Das wird auch den Keksbäckern von Bahlsen seitens des VZBV vorgeworfen. Durch den Kauf von Bahlsen-Produkten können Schüler ebenfalls Punkte sammeln, um finanzielle Unterstützung für ihre Klassenfahrt zu erhalten. Hier steht ein Urteil noch aus. Fazit: Wer Schüler als Zielgruppe ins Visier nimmt, wird sich Wege abseits klassischer Marketingmaßnahmen suchen müssen. (pb/sv)

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