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News / Essing und Christ stellen gegenseitig Strafanzeige
08.03.2010   News
Essing und Christ stellen gegenseitig Strafanzeige
 
Anmerkung der Redaktion:
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat das Ermittlungsverfahren gegen Norbert Essing im März 2011 gemäß § 153a StPO ohne Schuldvorwurf eingestellt.

Die Auseinandersetzung zwischen dem PR-Berater Norbert Essing und dem SPD-Politiker und Unternehmer Harald Christ wird juristisch. Der PR-Berater hat den SPD-Politiker und Unternehmer unter anderem wegen Verleumdung angezeigt.
In dem Dokument, das am 17. Februar bei der Staatsanwaltschaft Berlin eingereicht wurde, führt Essings Anwalt Norbert Gatzweiler aus, dass Christ Essing falsch verdächtige, beleidige und verleumde. Die Anzeige bezieht sich auch auf Angaben Christs gegenüber dem „Spiegel“, dem „Handelsblatt“ und der „Frankfurter Rundschau“. Die Aussage Christs, dass Essing durch sein Verhalten eine Verlängerung seines Beratervertrages mit dem Unternehmer herbeiführen wollte, wird in der Anzeige als „absurd“ bezeichnet.

Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll auch Christ gegen seinen ehemaligen Berater Strafanzeige gestellt haben. Der „Spiegel“ berichtet weiter, dass Essing ein von der Kanzlei White & Case erstelltes Dossier über einen angeblichen Spesenmissbrauch Christs an Journalisten verteilt haben soll. Christ bestreitet die Vorwürfe und soll zurzeit eine Strafanzeige prüfen lassen.
Bei dem Streit „unter der Gürtellinie“ („Süddeutsche Zeitung“) geht es um den Vorwurf, Essing habe den Politiker in einem Fax, das er Berater von einer Autobahnraststätte abgeschickt haben soll, gegenüber seinem damaligen Arbeitgeber, der Weberbank, und gegenüber Journalisten verleumdet und als pädophil bezeichnet haben. Die Anzeige hat laut „Spiegel“ der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily formuliert.
Unterdessen verfolgt auch der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) die juristische Auseinandersetzung. Vorsitzender Richard Gaul kündigte gegenüber dem PR Report an, in dieser Woche den beiden Kontrahenten einen Fragenkatalog zu den Hintergründen des Falls zuzuschicken. Der Rat wolle damit nicht warten, bis die Sache beim Staatsanwalt durch ist, sagte Gaul.
 

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